Entscheidung: DG hält vorerst an Präsenzunterricht fest

<p>DG-Bildungsministerin Lydia Klinkenberg</p>
DG-Bildungsministerin Lydia Klinkenberg | Archivfoto: GrenzEcho

Aufgrund der landesweit weiterhin vergleichsweisen stabilen Zahlen (Krankenhausaufnahmen, Infektionszahlen, Positivitätsraten) sei die Aussetzung des Präsenzunterrichts zum jetzigen Zeitpunkt nicht erforderlich. Sollte sich das Infektionsgeschehen verschlechtern, sei nicht auszuschließen, dass eine Aussetzung des Präsenzunterrichts zu einem späteren Zeitpunkt beschlossen werde.

„Mich erreichen zahlreiche besorgte Nachrichten von Lehrern und Eltern, die schildern, dass es ihren Schülern bzw. Kindern schlecht geht und sie unter dem Fernunterricht und den Kontaktbeschränkungen leiden. Zum Wohl der Kinder und Jugendlichen müssen wir den Schulbetrieb, so lang es nur geht, aufrechterhalten. Deshalb möchte ich - wie meine Kollegin aus der Französischen Gemeinschaft - den Präsenzunterricht auf keinen Fall aussetzen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Zurzeit halten sich bis auf das Cluster in St; Vith die Infektionen in den Schulen in Grenzen, sodass das Kontakttracing gut funktioniert. Ich sehe daher zurzeit keinen Anlass, den Präsenzunterricht auszusetzen.“

Auch die Gesundheitsexperten bekräftigten erneut, dass Schulschließungen das Mittel der letzten Wahl sein sollten. Sie warnen jedoch insbesondere vor der zunehmenden Ausbreitung der ansteckenderen britischen Coronavirus-Variante, zumal die Ausbreitung des Virus saisonal begünstigt werde. Da auf landesweiter Ebene in den vergangenen Tagen vermehrt Infektionsfälle bei Kindern und Cluster in Primarschulen beobachtet wurden, raten die Gesundheitsexperten insbesondere in den Grundschulen zu besonderer Wachsamkeit. Aktuell liegt der R-Wert1 der Deutschsprachigen Gemeinschaft zudem bei 1,5. Das ist der höchste R-Wert im ganzen Land.

Die Ministerin mahnt daher zur Vorsicht: „Wir setzen alles daran, die Schulen offen zu halten. Die heute beschlossene Begrenzung der außerschulischen Aktivitäten für die unter 12-Jährigen verfolgt das Ziel, die Verbreitung des Virus in dieser Altersgruppe einzudämmen und so den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Das bedeutet aber auch, dass wir gemeinsam durch die systematische Beachtung der geltenden Regeln alles dafür tun müssen, dass die Kinder und Jugendlichen auch weiterhin zur Schule gehen können. Wie schnell sich das Coronavirus unbemerkt verbreiten kann, haben wir letzte Woche in der Grundschule des Königlichen Athenäums St.Vith erlebt. Dieses Beispiel zeigt noch einmal, wie wichtig es ist, dass wir wachsam bleiben.“ (red/mcfly)

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