Meine 86-jährige Mutter wurde am Donnerstagvormittag vom Raerener Marienheim mit Verdacht auf einen Schlaganfall in die Notaufnahme des Krankenhauses eingeliefert. Dort wurde sie erstversorgt und alle notwendigen Untersuchungen wurden durchgeführt. Gegen 21 Uhr wurde sie dann endlich in ein Zimmer der Geriatrie gebracht. Seit der Einlieferung in die Notaufnahme hatte meine Mutter nichts mehr zu essen bekommen – 11 Stunden lang! Erst auf Station hat man sich die Zeit genommen, ihr einen Pudding zu füttern. Wegen des Schlaganfalls muss meine Mutter gefüttert werden. Dafür war in der Notaufnahme anscheinend keine Zeit, zu viel zu tun, bzw. zu wenig Personal.
Meine Mutter ist Diabetikerin. Auch das wurde von der Notaufnahme nicht an die Station weitergegeben, obwohl das Marienheim alle notwendigen Medikamente mitgegeben hatte. Diese wichtige Information wurde erst in einem Telefonat meiner Schwester mit der Station weitergegeben.
Was sind das für unmenschliche und chaotische Zustände? Schlimm genug, dass keine Angehörigen zugelassen werden, die solche Aufgaben wie das Füttern gerne übernehmen würden.
Was ist das für ein kaputt gespartes Gesundheitswesen! Das ist ein Skandal!
Und noch was: Auch in Zeiten von Corona darf die Menschlichkeit nicht auf der Strecke bleiben. Es kann nicht alles mit Corona entschuldigt werden.
Kommentare
Im Gesundheitswesen wird eingespart, auf Kosten der Patienten, des Personals und der Ärzte, aber für Waffen ist immer Geld da.
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