„Total aus dem Häuschen“: Eupener Schaufenster zum schönsten von ganz Belgien gekürt

<p>Verena Mostert führt die Kollektion der französischen Wäschemarke „Aubade“ in ihrem Sortiment.</p>
Verena Mostert führt die Kollektion der französischen Wäschemarke „Aubade“ in ihrem Sortiment. | Foto: David Hagemann

Die 47-Jährige betreibt in der Eupener Kirchstraße das Dessousgeschäft „Ladylike“ und platzt beinahe vor Stolz – aus gutem Grund: Beim Schaufensterwettbewerb der französischen Wäschefirma „Aubade“, die in einer Liga mit Luxuslabels wie „La Perla“ spielt und so ziemlich das Exklusivste ist, das die Eupenerin in ihrem Sortiment führt, hat die Geschäftsfrau belgienweit den ersten Platz belegt. Europaweit hat ihr Schaufenster (Foto rechts: privat) es sogar unter die besten zehn geschafft. „Ist das nicht der Brüller? Ich bin jetzt noch total aus dem Häuschen. Das ist eine Riesenehre, sowohl für mich als auch für eine kleine Stadt wie Eupen“, freut sich Verena Mostert, die seit jeher viel Liebe und Herzblut in die Gestaltung ihres Schaufensters steckt. „Meine ‘Aubade’-Vertreterin sieht viele Schaufenster und sie hat von Anfang an prophezeit, dass ich gute Chancen habe, Geschäften in Brüssel und Knokke Konkurrenz zu machen“, freut sie sich.

<p>Mit dieser Schaufensterdekoration hat Verena Mostert belgienweit den ersten Platz belegt.</p>
Mit dieser Schaufensterdekoration hat Verena Mostert belgienweit den ersten Platz belegt. | Foto: privat

Ihr Geheimnis: regelmäßig das Schaufenster umgestalten, am besten wöchentlich, „damit es nicht langweilig wird und immer wieder aufs Neue Aufmerksamkeit erregt“. Das Schaufenster sei ein Aushängeschild und entscheide darüber, ob Leute sich vom Angebot angesprochen fühlen. „Da sollte man sich schon Gedanken machen“, rät sie. Es komme auf die Details an. Inspiration holt sie sich – im übertragenen Sinne – auf dem Dachboden. „Alte Koffer und Handtaschen eignen sich super als Schaufensterdeko“, verrät sie, was demnächst neben aufreizenden Dessous in ihrer Auslage zu sehen sein wird. Die Krise habe ihrer Motivation einen zusätzlichen Schub gegeben: „Die Leute haben ein Bewusstsein für den lokalen Handel entwickelt. Kleine Boutiquen können große Ketten mit tollen Schaufenstern und Individualität ausstechen“, ist sie überzeugt. Außerdem bieten kleine Städte in Zeiten von Corona einen entscheidenden Vorteil: Große Menschenansammlungen sind in der Regel nicht zu erwarten. (sue)

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