Der Mangel an Möglichkeiten im Lockdown, mit Kindern etwas zu unternehmen, und der Schneefall auf dem „Dach Belgiens“ waren so attraktiv, dass sich eine große Anzahl an Touristen am Samstag im Venn tummelten.
„Seit heute Morgen (Samstag, 26. Dezember 2020, A. d. R.) bemerken wir einen massiven Zustrom von Besuchern in der Region Venn (Baraque Michel, Signal de Botrange, ...)“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung der Polizei.
In der Gemeinde Malmedy seien die Parkplätze gesättigt und die Anzahl der Parkplätze auf der Straße begrenzt gewesen, was zu zahlreichen Staus geführt hätte. An einigen Stellen hätten Pkw-Fahrer 30 Minuten im Stau gestanden.
Schlimmer war es offenbar im Hohen Venn, wo es laut Sudpresse sogar bis zu einer Stunde Wartezeit kam, weil Vennbesucher die Autos am Wegesrand parkten und somit für Chaos sorgten. „Auf einer Strecke von ca. 14 km parken Autos, teilweise illegal, auf beiden Seiten der Straße“, erklärte der Bürgermeister von Weismes, Daniel Stoffels, der die Polizei zum Einschreiten aufforderte.
Die Masse an Menschen sorgte auch für hässliche Bilder von weggeworfenem Müll, auf die das Portal Info Meteo aufmerksam machte (die Bilder entstanden aber bereits schon vor Weihnachten).
Die Polizei soll am heutigen Sonntag deutlich Präsenz zeigen. „Wir empfehlen denjenigen, die geplant hatten, am Sonntag, den 27. Dezember 2020, ins Hohe Venn zu gehen, das Gebiet zu meiden. Wir erinnern Sie daran, dass die Benutzer die Parkvorschriften einhalten müssen, um ein eventuelles Eingreifen der Rettungsdienste nicht zu behindern“, warnten die Ordnungshüter am Samstag. Außerdem wiesen sie schließlich auf die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen hin (Abstand, Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an hoch frequentierten Plätzen etc.).
Am Sonntag werden auch vor der Alpinpiste in Ovifat Absperrungen und Markierungen installiert, um das Schlittenfahren zu verhindern. „Wenn das Skifahren verboten ist, um Versammlungen zu vermeiden, muss man dafür sorgen, dass sich nicht Dutzende von Familien an der Skipiste versammeln, um die Freuden des Rutschens und Rodelns zu genießen“, so Daniel Stoffels.
Ferner sind die Wetteraussichten am Sonntag nicht „sehr attraktiv“. Dank Sturmtief „Bella“ (in Deutschland „Hermine“) muss mit starken Windgeschwindigkeiten gerechnet werden, begleitet von einem möglichen Schneesturm. (mv)

Kommentare
Es ist doch Sturm, da kann man den Zugang zum hohen Venn und den Wälder la sperren, macht man in Brüssel bei jedem starken Wind
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