Der Sohn eines Seniorenheimbewohners, dessen Coronavirus-Infektion sich erst später herausstellte, hatte sich ein Nikolauskostüm angezogen, um die Bewohner des Hemelrijck-Heims zu unterhalten. Wenige Tage nach dieser Aktivität wurden inzwischen 57 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Und es sind noch nicht alle Ergebnisse eingetroffen.
Die Ermittlungen dauern an, aber die städtischen Behörden werfen dem Pflegeheim bereits eine Fehleinschätzung vor. Der Besuch des Nikolauses war verboten, und die Institution hatte den Krisenstab vorab nicht konsultiert. „Ansonsten hätten wir eine negative Stellungnahme abgegeben“, kommentierte Bürgermeister Wim Caeyers (CD&V) am Samstag.
Die Leitung der Einrichtung gibt ihrerseits an, dass der „Heilige“ keinen bestimmten Raum besucht hat. Seine Aktivitäten waren auf die Gemeinschaftsbereiche beschränkt. Er stand in einem gewissen Abstand zu den Bewohnern und blieb nur wenige Minuten an der gleichen Stelle, während er seine Maske aufbehielt, ebenso wie die Bewohner. Außerdem wären keine Geschenke verteilt worden.
„Die vielen Maßnahmen wurden berücksichtigt“, so der Pressesprecher der Betreibergruppe Armonea, Jannes Verheyen: „Außerdem kam der Nikolaus als Ehrenamtlicher in das Pflegeheim. Es hat also keinen Sinn, die Leute zu verurteilen.“ (belga/mv)

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