Fristen für Dorfprojekte bis Ende des Jahres verlängert

<p>Die Projekte finden im Rahmen der Digitalisierungs-Bemühungen in der DG statt.</p>
Die Projekte finden im Rahmen der Digitalisierungs-Bemühungen in der DG statt. | Illustration: dpa

„Die digitale Infrastruktur ist die eine Sache, die wir aktiv vorantreiben und deren Umsetzung wir forciert angehen. Aber auch kleinere, in den Dorfgruppen angesiedelte Projekte können dazu beitragen, die Dynamik und das Potential unserer Gemeinschaft voranzutreiben. Aus den Dörfern die treibende Kraft der Veränderung in Ostbelgien zu machen – nichts anderes ist unser Ziel“, betont die für Digitalisierung und Ländliche Entwicklung zuständige DG-Ministerin Isabelle Weykmans in dieser Mitteilung.

Für das ländliche Co-Working Projekt „Dorf-Büro“ könnten sich Gemeinden oder Dorfgruppen bewerben und einen Zuschlag von 15.000 Euro für die Einrichtung eines digital ausgerüsteten und flexibel buchbaren Arbeitsplatzes bekommen. Da sich die Arbeitswelt gerade auch durch die Coronakrise im Umbruch befindet, gewinnen Arbeitsräume, die flexibel und im kooperativen Zusammenschluss genutzt werden können, zunehmend an Bedeutung. Die Gemeinden könnten durch dieses Projekt ihren Leerstand sinnvoll nutzen, Pendlerbewegungen auffangen, jungen Unternehmerinnen und Unternehmern eine Büroinfrastruktur anbieten und das Dorf als Arbeitsort attraktiv machen.

Dabei können sie mit anderen öffentlichen oder privaten Trägern zusammenarbeiten, wie zum Beispiel einer Bibliothek, einer Tourist-Info oder mit einem Gastronomiebetrieb. Als Modellgemeinde bei den „Digitalen Dörfern“ können sich Gemeinden bewerben und ihren Bürgern eine auf den ländlichen Raum zugeschnittene Kommunikationsplattform inklusive Schulungen und Support für ein Jahr kostenlos anbieten. Die App „DorfFunk“ ist dabei das digitale Herz der Gemeinde. Dörfer können hier eine eigene digitale Präsenz einrichten, News der Gemeinde, der Dorfgruppen und der Vereine können zeitnah gepostet werden und die Bürger können eigene Beiträge verfassen und veröffentlichen. Durch die Option „Lösbar“ kann der Bürger direkt mit der Gemeindeverwaltung in Kontakt treten. Ein Beispiel: Das Foto der kaputten Schaukel auf dem Dorfspielplatz wird unmittelbar an die Gemeinde geschickt und der Vorgang wird für die Bürger transparent bearbeitet.

Seit Veröffentlichung der Projektaufrufe im Oktober ist das Interesse in den Gemeinden und Dorfgruppen sehr groß. Um der durch die Krise entstandenen Mehrarbeit der Gemeinden Rechnung zu tragen, wird die Frist für die Einreichung eines Projektvorschlags oder einer Teilnahmeabsicht einmalig bis Ende Dezember verlängert.

Außerdem stehen vereinfachte Antragsvorlagen für beide Projekte auf ostbelgienlive.be zur Verfügung. Gemeinden und interessierte Dorfgruppen können offene Fragen zum Projektantrag bei einem online-Beratungsgespräch am Freitag, den 11. Dezember, um 11 Uhr klären und Hilfeleistung bekommen. Um Anmeldung wird unter tim.Krott@dgov.be gebeten. (red/sc)


Infos zu Projekten und den Antragsmodalitäten: Tim Krott, tim.krott@dgov.be, Tel.: +32/87 789 929 oder Vasiliki Kokkota, vasiliki.kokkota@dgov.be, Tel.: +32/87 596 423

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