Das sicherte ihr zu Beginn der Woche der wallonische Ministerpräsident Elio Di Rupo (PS) nach einer parlamentarischen Frage in Namur zu. Im Rahmen der von der Wallonie in Auftrag gegebenen „Bürgerbefragung“ ist jede Person aufgerufen, sich zu beteiligen und ihre eigenen Vorschläge für den „Aufbau der Wallonie von morgen“ zu formulieren.
Anne Kelleter: „Die Erhöhung der Bürgerbeteiligung ist für mich ein entscheidender Aspekt, wenn es der Politik gelingen soll, wieder eine Verbindung zwischen Bürgern und Politik herzustellen. In diesem Sinne halte ich es für wichtig, dass alle in der Wallonischen Region lebenden Bürger die Möglichkeit haben, sich an der Debatte zu beteiligen und ihren eigenen Beitrag zu leisten. Leider ist die Webseite, die den Zugang zur Konsultation ermöglicht, noch nicht auf Deutsch verfügbar. Die neun Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit ihren 77.500 Einwohnern gehören jedoch auch zum Gebiet der Wallonischen Region.“
Eben diese Region sei für eine Reihe von Themen wie Energie, Mobilität usw. zuständig, „die für die Zukunft dieser neun Gemeinden ebenso entscheidend sein werden wie für die französischsprachigen Gemeinden und Bürger“, so Anne Kelleter in ihrer Frage. Ministerpräsident Elio Di Rupo antwortete, dass für die Regierung „natürlich alle Bürger der Wallonie zählen, unabhängig davon ob sie französisch- oder deutschsprachig sind oder eine andere Sprache sprechen“.
Der wallonische Regierungschef, der zu dieser Frage auch ein Schreiben der ostbelgischen Regionalabgeordneten Christine Mauel (PFF) erhalten hatte, versicherte gegenüber der Ecolo-Politikerin Anne Kelleter, dass die Webseite übersetzt werde. Christine Mauel schlug in ihrem Schreiben an Di Rupo vor, die Webseite www.meinewallonie.be ins Leben zu rufen. Die entsprechende Domain sei noch frei, so Mauel. (mv)


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