„Im Endeffekt ist das Resultat angesichts der Leistungen beider Mannschaften korrekt. Wir können darauf aufbauen und nun gelassener in die kommenden Wochen gehen“, sagte der ehemalige Nationalspieler Kompany nach dem Spiel, das wohl als eines der langweiligsten zwischen den beiden Rivalen in die Geschichte eingehen wird. Keine Zuschauer, keine Atmosphäre, keine einzige Chance, keine Tore – außer eines wegen Abseits aberkannten Treffers von Anderlechts Michel Vlap hatte die Begegnung am frühen Sonntagabend nichts zu bieten.
Dementsprechend deutlich fallen auch die Zeugnisse in den Zeitungen des Landes aus: „Nul!“, lautete beispielsweise die große Überschrift von „La Meuse“, die darunter schrieb: „Blättern Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.“
Vincent Kompany konnte dem Remis aber einige positive Aspekte abgewinnen: „Ich kann verstehen, dass das Spiel für den neutralen Zuschauer nicht toll war. Ich persönlich habe aber eine solide und engagierte Defensivleistung gesehen. Das darf man in einem Clasico gegen Standard nicht missen, und darauf lag auch meine Priorität – auch wenn die Fans natürlich lieber den Sieg gefeiert hätten.“ In der Abwehr stellte der Rekordmeister seinen Trainer zufrieden, offensiv hätte es aber mehr sein dürfen: „Was mich ärgert, ist, dass auf dem Training alles klappt, aber im Spiel nicht. Wir hatten einige gute Angriffe, sogar in spielerischer Überzahl, schafften es aber nicht, zu treffen.“
Drei Tage nach dem Last-Minute-Sieg in der Europa League gegen Lech Posen (2:1) fehlte Standard Lüttich laut Trainer Philippe Montanier „das letzte Bisschen“: „Wir hätten es besser machen können, aber ich möchte unterstreichen, dass die Umstände aufgrund des Fehlens der Zuschauer besonders waren. Insgesamt bin ich zufrieden. Immerhin war es unser drittes Spiel in dieser Woche, und zwei davon haben wir jeweils eine Halbzeit lang zu zehn Mann bestreiten müssen. Ich hatte befürchtet, dass irgendwann unsere Kräfte schwinden würden, aber wir haben unsere Mittel gefunden.“ (tf)

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