Wout Van Aert und Lotte Kopecky sind Belgiens beste Radfahrer 2020

<p>Die Sieger der diesjährigen „Flandrien“-Ausgabe der Zeitung „Het Nieuwsblad“.</p>
Die Sieger der diesjährigen „Flandrien“-Ausgabe der Zeitung „Het Nieuwsblad“. | Foto: belga

„In diesem Jahr ist es keine wirkliche Überraschung, aber es ist trotzdem eine schöne Belohnung“, sagte Wout Van Aert, der mit 637 Punkten vor dem wie im Vorjahr zweitplatzierten Remco Evenepoel (475 Punkte), Yves Lampaert (338 Punkte), Tim Wellens (322 Punkte) und Jasper Philipsen (298 Punkte) gewann.

Im vergangenen Jahr hatte Van Aert, der heute seine Cross-Saison in Kortrijk einleitet, ganz knapp mit einem Punkt Vorsprung auf Evenepoel gewonnen. Sein Vorsprung war in diesem Jahr größer, da der Kontrahent seine Saison nach einem Sturz bei der Lombardei-Rundfahrt beenden musste.

„Es gab keinen Kampf mit Remco, sonst wäre das Rennen eng ausgefallen“, so Van Aert, der in diesem Jahr unter anderem die Prestigerennen Strade Bianche und Mailand-Sanremo sowie zwei Etappen bei der Tour de France gewann sowie im Einzelzeitfahren wie im Straßenrennen im italienischen Imola Vizeweltmeister wurde. Der Jumbo-Visma-Fahrer wurde außerdem Zweiter bei der Flandern-Rundfahrt. Diese Fülle an Ergebnissen hat Wout Van Aert bereits die nationale Sportverdiensttrophäe beschert, die ein Sportler nur ein Mal in seiner Karriere erhält.

Van Aert kommentierte bei der Preisverleihung seine Saison: „Es ist schwer zu sagen, was meine beste Leistung war. Und es ist schwer, sich zwischen Mailand-Sanremo und der Strade Bianche zu entscheiden. Die Strade ist ein schönes Rennen, aber Sanremo ist aus historischer Sicht wertvoller. Bei der Tour sehe ich mich nicht mehr in der gleichen Rolle. Ich möchte mehr Freiheit, auch wenn ich immer bereit bin, jemandem zu helfen. Ich habe es auch in diesem Jahr genossen. Ich habe mich selbst bei der Tour überrascht, auch in den Bergen. Wenn ich im Jahr 2020 noch einmal etwas tun könnte, dann wäre es der Sprint der Flandern-Rundfahrt.“

Bei den Frauen siegte indes Lotte Kopecky. Die 25 Jahre alte Radsportlerin gewann zum ersten Mal diesen Titel als „Flandrienne des Jahres“. Sie folgt damit auf Sofie De Vuyst, die 2019 gewann. Mit 187 Punkten lag die Landesmeisterin (Straßen- und Zeitfahren) vor Jolien D'hoore (155 Punkte), Shari Bossuyt (84 Punkte), Sanne Cant (48 Punkte) und Jesse Vandenbulcke (26 Punkte).

Die Ausgabe am Freitagabend war mittlerweile die 18. Verleihung des Preises, der von der Zeitung „Het Nieuwsblad“ gestiftet wird. Greg Van Avermaet hält mit sechs Siegen den Rekord. Bei den Frauen wurde die Trophäe zum 13. Mal verliehen. Grace Verbeke und Jolien D'hoore gewannen sie jeweils drei Mal. (mv/belga)

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