Raeren nimmt Geld für die Kameraüberwachung in die Hand

<p>Im Kreisverkehr im Zentrum von Eynatten sind drei neue Kameras vorgesehen.</p>
Im Kreisverkehr im Zentrum von Eynatten sind drei neue Kameras vorgesehen.

Schon seit 2017 sind Kameras im Kreisverkehr im Zentrum der Ortschaft Eynatten angebracht, doch sind diese zum Teil defekt und vom technischen Stand überholt. Mit der Gemeinde Kelmis habe man sich kurzgeschlossen, um über deren Erfahrungswerte mit dem neuen Material auszutauschen. Offen ist nach Angaben des Bürgermeisters noch die Frage, wie die Bilder in die Leitstelle transportiert werden sollen, sei es über Internet oder eine Antenne.

Für die Fraktionslose Heike Esfahlani-Ehlert ist dies der falsche Weg. Kameras würden in ihren Augen keine Straftaten verhindern und nur ein vermeintliches Gefühl von Sicherheit vortäuschen. Dieses gesellschaftliche Problem lasse sich nicht mit Kameras lösen. Man müsse die Gründe angehen, warum die Leute in die Kriminalität abrutschen.

Die CSL befürwortete das Projekt. Tom Simon erkennt eine abschreckende Wirkung und eine vereinfachte Verfolgung für die Sicherheitsdienste. Er sprach sich aber für ein gemeinsames Konzept auf Ebene der vier Gemeinden der Polizeizone Weser-Göhl aus, das auch deren finanzielle Beteiligung kläre.

Auf einen gemeindeübergreifenden Standort an der Kreuzung Merols habe man sich diesmal noch nicht verständigen können, so Güsting in seiner Replik, erkannte aber auch Bedarf zu Gesprächen mit den anderen Gemeinden, bevor weitere Projekt in diesem Bereich angestoßen würden.

Schöffe Ulrich Deller (Ecolo) hob hervor, dass von einem Überwachungsstaat in diesem Zusammenhang nicht die Rede sein könne. Es handele sich um keine Personen-, sondern eine Verkehrsüberwachung. Durch die Grenzlage sei die Situation in Raeren speziell. Man habe hier als Gemeinde eine kollektive Verantwortung zum Schutz der Bürger zu übernehmen. Mit Uns, Ecolo und CSL stimmten für diese Investition, Heike Esfahlani-Ehlert dagegen. (hegen)

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