Sexting-Kampagne geht in eine neue Runde

<p>Die Sexting-Kampagne enthält einige neue Elemente, wirbt aber weiterhin mit plakativen Botschaften. Foto: Mario Irrmischer</p>
Die Sexting-Kampagne enthält einige neue Elemente, wirbt aber weiterhin mit plakativen Botschaften. Foto: Mario Irrmischer

„Ziel ist es weiterhin, auf die möglichen Gefahren von Sexting hinzuweisen, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben“, heißt es in einer Mitteilung. Die Kampagne wird vom Rat der deutschsprachigen Jugend (RdJ), dem Zentrum Kaleido Ostbelgien, dem Infotreff und dem Medienzentrum durchgeführt, unterstützt durch den Jugendstrategieplan sowie die Deutschsprachige Gemeinschaft und ko-finanziert durch das Europäische Solidaritätskorps.

Unter Sexting wird das Versenden von Nachrichten, Fotos oder Videos sexuellen Charakters via Smartphone oder Computer verstanden. Dieses Phänomen ist heutzutage Teil der sexuellen Erfahrung vieler, nicht nur junger Menschen in Ostbelgien. Doch gerade in dieser Altersgruppe sei besondere Vorsicht geboten, da die Folgen von unbedachtem Sexting für Täter und Opfer weitreichend sein könnten, heißt es. „Um einen bewussten Umgang der Jugendlichen mit der Thematik zu fördern, ist es wichtig, präventiv auf mögliche Risiken hinzuweisen.“ Aus diesem Grund blieben die Jugendlichen weiterhin die primäre Zielgruppe der zweiten Version der Sexting-Kampagne. Mit neuen Motiven im gleichen Design sollen die Jugendlichen in Form von Citylights und neu kreierten Fußbodenaufklebern sensibilisiert und aufgeklärt werden. Rund 250 Aufkleber sind den Angaben zufolge an öffentlichen Orten in den neun Gemeinden, in den Sekundar- und Berufsschulen und in der Autonomen Hochschule überall in der DG aufzufinden. So könnten die Aufkleber trotz Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, zum Beispiel bei einem Spaziergang, gesehen werden. Diese enthalten einen QR-Code, der auf eine kurze anonyme Umfrage verweist, um ein Stimmungsbild in Ostbelgien zum Thema Sexting zu erhalten. Anschließend wird auf die Hauptwebseite der Kampagne weitergeleitet. Auf Nachfrage wird dieses Mal zusätzlich die Zielgruppe der Pädagoginnen und Pädagogen angesprochen. Dazu werden Erzieher, Lehrer und Jugendarbeiter Dokumentenmappen mit Broschüren, Tipps und nützlichen Instrumenten zur Verfügung gestellt. „Da sie mit Jugendlichen im alltäglichen Kontakt stehen, wird ihnen so ermöglicht, präventiv an das Thema heranzugehen oder bei einem konkreten Fall Sexting zum Thema zu machen“, heißt es. Das Material ist auf Anfrage bei Kaleido oder online auf www.rdj.be/sexting erhältlich.

Über die sozialen Netzwerke werden weitere Inhalte zum Thema veröffentlicht.

Über die sozialen Netzwerke (Facebook- und Instagram-Kanal des RDJ unter rdj.ostbelgien) werden weitere Inhalte zum Thema veröffentlicht. Konkrete Informationen, Tipps und Ansprechpartner zum Thema Sexting für Jugendliche, Eltern und PädagogInnen sind auf der Internetseite www.rdj.be/sexting zu finden. Diese Webseite wird von der Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben auch in „leichter Sprache“ zur Verfügung gestellt. Mit dieser Neuheit werden ab jetzt auch junge Menschen mit einer Beeinträchtigung zu diesem wichtigen Thema aufgeklärt. Die Webseite ist in den kommenden Tagen unter https://selbstbestimmt.be/sexting-2-0/ verfügbar. (red/sc)

www.rdj.be/sexting

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