„Mir war unwohl, untätig da zu sitzen, nichts zu unternehmen, einfach alles so zu belassen“, so Laschet (Geologe, Historiker, Grafiker). Die Idee habe er dann auch rasch verwirklichen können, die Aufkleber, in Deutsch, Französisch, Englisch angefertigt, liegen vor und sprechen eine deutliche Sprache: „Ohne Maske – NEIN DANKE“.
„Ich will auf keinen Fall mit Verboten kommen, ich möchte gezielt darauf hinweisen und eine Botschaft harmonisch rüber bringen.“ Darauf legt Laschet großen Wert. Er möchte besonders Kinder ansprechen und erreichen. Kinder seien gute Träger, um Informationen dieser Art weiter zu verbreiten.
Er denkt auch an Schulen, Altenheime, Krankenkassen, Krankenhäuser. Nur so könne eine gute Botschaft rüber kommen, ohne zu tadeln oder etwas verbieten zu wollen. „Wenn alle an einem Strick ziehen, dann kann es gelingen, die Infektionszahlen zu senken und größere Einschränkungen zu verhindern“, ist er sich sicher.
Christoph Laschet legt großen Wert darauf, dass sein Aufkleber „keine Spielerei, sondern ein gezielter Aufruf, eine Botschaft zum Mitmachen ist.“
Er setzt auf ein gutes Echo, hofft auf eine positive Resonanz. Das Maskentragen müsse endlich in den Köpfen der Menschen verankert werden. „Ich habe sehr viele Menschen angeschrieben und meine Aufkleber angeboten.“ Unter anderem Professor Alfred Minke aus Eupen und Raerens Bürgermeister Erwin Güsting, der Interesse erkennen ließ. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, den Aufkleber auszulegen und „unter das Volk zu bringen.“ Dabei könnten Kinder die Hauptträger sein, die hoffentlich durch das lustige Gesicht angesprochen werden. „Ich habe den Aufkleber in drei Sprachen hergestellt“, so ist zu hören. Laschet wünscht sich sehnlichst, dass Bürgermeister Güsting dafür auch Kollegen in anderen Gemeinden gewinnen kann. Die Gemeinde Raeren könnte das Heft federführend in der Hand halten, getreu dem Motto „Zu viele Köche verderben den Brei.“
Bürgermeister Erwin Güsting hat Laschet wissen lassen, dass sein Vorschlag „sehr gut sei und die Gemeinde ansprechen würde.“ Für Güsting ist gar denkbar, die Aktion gemeindeübergreifend in der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu starten. Und: Er könne auch Laschets Aufkleber an andere Bürgermeister/innen weiterleiten, um zu erfahren, was sie davon halten.
Für den Raerener Christoph Laschet ist es längst schon mehr als „fünf vor zwölf“. Der Aufkleber komme genau zum richtigen Zeitpunkt, um an die Solidarität der Menschen zu appellieren.

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