Es ist fünf Sekunden vor zwölf – für jeden von uns

<p>Kein Lockdown, aber ein umso eindringlicher Appell an jeden, durch Einhalten der Regeln die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen: Premier Alexander De Croo</p>
Kein Lockdown, aber ein umso eindringlicher Appell an jeden, durch Einhalten der Regeln die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen: Premier Alexander De Croo | Foto: Photo News

Natürlich möchte man auch mal etwas Positives, natürlich möchte man über andere Themen als Corona schreiben. Gerade jetzt wäre es aber fahrlässig, der Realität nicht ins Auge zu blicken: Das Haus Belgien brennt oder, treffender, weil wir ja in der Nacht auf Sonntag die Uhren umstellen, es ist fünf vor zwölf. Nicht fünf Minuten, fünf Sekunden vor zwölf!

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Kommentare

  • Ich halte nichts davon die Menschen in irgendwelche Kategorien einzuteilen. Keiner von uns wollte an eine 2. Welle glauben. Die Mahnungen wollten wir nicht hören. Aber ich halte es schlicht und ergreifend für Selbstschutz diese Zeit zu überstehen. Alle stehen in der Verantwortung. Es bringt eigentlich nichts den Schuldigen für eine Ansteckung zu suchen. Die einfachsten Massnahmen wurden nicht sehr gut befolgt. Da sind alle Gemeinden in der Verantwortung. Da wo viele Menschen aufeinander treffen, müssen die Menschen an die uns auferlegten und ungeliebten Regeln halten. Aber eine Kirmes oder ein sonstiges Fest zu veranstalten ist schlicht und ergreifend Leichtsinn und unverantwortlich. Auch sollten die Restriktionen, die wir ertragen müssen durch ein Parlament abgesegnet werden. Sonst fehlt diesen Massnahmen jede Demokratische Legitimation.

  • Sehr geehrter Herr PLUYMEN (sic), was bedeutet hier "Chapeau" ? -- Ich kann nach (inzwischen sporadischer) Lektüre der Leserbriefe und Kommentare nicht erkennen , dass eine Seite hätte "übertönen" ( wie Herr Velz ausführt) können.Die "verschiedenen Ebenen" haben sich einen (ständigen ) Schlagabtausch geliefert. Und glauben Sie, dass die Leserbriefe und Kommentare in dieser Zeitung wirklich einen großen Einfluss auf das Verhalten der Bevölkerung hat(te) ? Leider ist mir bei diesem Verhalten, sowohl in Deutschland als auch in Belgien, eine immer größer werdende Laissez-faire Mentalität aufgefallen. Zum Beispiel in Eupen ( ich bin nicht aus Eupen) habe ich mehrmals am Abend beobachtet, dass in Lokalitäten und Restaurants Tische und Stühle zusammengerückt wurden und bei weitem mehr als "angedachte" Gruppengrößen zusammensaßen, wodurch dann noch der Abstand zu den Nachbartischen weniger als 50 cm betrug. In Parks und Außenbereichen sah ich Gruppen von 10 -20 Personen fröhlich feiernd eng nebeneinander sitzen. Dies nicht nur einmal, sondern eigentlich täglich. Besonders in Deutschland in den Supermärkten an den Kassen werden die Abstände in den letzten Monaten kaum mehr eingehalten, trotz vorhandener Markierungen. Vielleicht glauben sich die Menschen durch die Maske genug geschützt?
    Ja, wir Menschen sind soziale Wesen und es fällt uns schwer, immer nur auf Distanz zu bleiben. Aber etwas mehr Vorsicht wäre sicher angebracht was einen (nicht ganz geringen) Teil der Bevölkerung betrifft, da gebe ich den oben ausgeführten Gedanken im Zeitungskommentar recht.

  • Herr Velz : Chapeau !!!

  • Späte Einsicht? Wie auch immer - mit einem Satz in Ihrem Kommentar bin ich nicht ganz einverstanden - Zitat: "Es wurde uns gepredigt, schriftlich gegeben und zugerufen. WIR haben nicht hören und nicht lesen wollen"
    In Ihrem "WIR" fühlen sich viele Ostbelgier NICHT einbegriffen ! Es hat hier in Ostbelgien, genau wie anderswo, Prediger und Warner auf allen Ebenen gegeben, aber sie wurden meist übertönt von den Verharmlosern - mit und ohne Doktortitel. Leider ist hierzulande auch noch etwas anderes deutlich geworden: nur aus einem einzigen belgischen Landesteil sind Populisten und Coronaleugner der Einladung von Reichsbürgern und Q-Agitatoren zur Demo nach Berlin gefolgt und haben sie anschließend als "Fest für Freiheit und Frieden" verkauft und dafür in den ostbelgischen Medien auch noch jede Menge Bühne bekommen.

  • Ich frage jetzt alle, die mit dem Finger, auch Sie Herr Schröder, auf die Ischgl’s der Eifel zeigen, ob sie sich denn folgsam nach jeder Risikokontaktmeldung ihres mit der Coronalert-App ausgestatteten Smarphones in 10täge Quarantäne begeben haben, oder sich strikt an die Ein-Mann-Blase-Regel gehalten haben, oder nach jedem Berühren ihrer Maske sich die Hände desinfiziert haben, und diese Maske bei jedem Ablegen in eine desinfizierte Tüte gepackt, gewaschen oder weggeworfen haben, und jeden Türgriff, jedes Treppengeländer nur mit Handschuhen bzw. mit dem Ärmel des Pullovers angefasst haben.
    Diese mit der unerträglichen Sündenbocksuche einhergehende Polarisierung der Gesellschaft macht mir große Sorgen.

    Und dann würde ich gerne alle Soziologen und sonstigen Gesellschaftsforschern die Frage stellen, was wohl gewesen wäre, wenn z.B. vor 2 Jahren zum Herbstbeginn täglich 50.000 Influenza-Tests inklusive Kontakttracing veranstaltet worden wären, begleitet von täglich neuen Horromeldungen bzgl. der (tatsächlichen) Gefährlichkeit der Grippe, im Wissen dass die Grippeimpfung nur jeden fünften Geimpften schützt, mit angedrohten Lockdowns, etc. ob dann nicht auch die Krankenhäuser überrannt worden wären, alleine schon deswegen, weil die Bürger inklusive Hausärzte völlig verunsichert worden wären.

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