Ab Samstag Besucherstopp am St.Nikolaus-Hospital

<p>Ab Samstag Besucherstopp am St.Nikolaus-Hospital</p>

Die Vollauslastung in der Versorgung von Corona-Patienten bindet aus vielen Gründen und an vielen Orten die Kräfte im Eupener Krankenhaus, etwa in der Notaufnahme, auf der eigens eingerichteten Corona-Station sowie der Intensivstation. „Die Unterbringung, Pflege und Behandlung der betroffenen Patienten unterliegen aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen, um einer Ansteckung des Personals vorzubeugen. Alleine das ständige An- und Ausziehen der Schutzkleidung [...] dauert und ist anstrengend. Ein Zimmer zu desinfizieren, in dem ein Infizierter gelegen hat, dauert anderthalb bis zwei Stunden“, heißt es in einer Mitteilung des Krankenhauses. „Die Versorgung von Patienten mit schweren Symptomen erfordere einen doppelt so hohen Aufwand, zum Beispiel um eine lückenlose Überwachung des gesundheitlichen Zustands zu gewährleisten. Einen beatmungspflichtigen Patienten auf der Intensivstation von Rückenlage in Bauchlage und umgekehrt zu wenden, was häufig erforderlich ist, bindet jeweils die Zeit und Kraft von vier bis fünf Pflegekräften.“ Für all diesen zusätzlichen Aufwand brauche es Personal aus anderen Stationen. Die Lage wird erschwert durch den Umstand, dass der Krankenstand wächst, weil sich viele im privaten Umfeld angesteckt haben. Trotz dieser Widrigkeiten hält das Eupener Krankenhaus seinen regulären Betrieb aufrecht, was ambulante Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffe betrifft. Auch dringende Operationen, die eine stationäre Unterbringung erfordern, werden durchgeführt. Die Entbindungsstation und die Kinderstation laufen weiter. Bereits hospitalisierte Patienten, etwa auf der Geriatrie und in der Reha, werden weiterhin gut versorgt. Die notfallmedizinische Versorgung ist uneingeschränkt gewährleistet. Patienten mit akuten Herz-, Lungen- und Nierenproblemen können sich auch stationär auf gute Behandlung und Pflege in der Inneren Medizin und in der Chirurgie verlassen.

Die Sicherheit von Patienten und Personal im St.Nikolaus-Hospital hat Vorrang. Daher gilt ab morgen (Samstag, 24. Oktober) ein allgemeiner Besucherstopp. Persönliche Gegenstände der Patienten können weiterhin täglich von 16 Uhr bis 18.30 Uhr gebracht und abgeholt werden: am Wochenende am Eingang der Notaufnahme, an Werktagen an der Rezeption. Angehörige werden gebeten, den Namen des Empfängers sowie die Station, auf der er sich befindet, auf einem Zettel zu vermerken. Aus hygienischen Gründen sind Blumen und Lebensmittel nicht gestattet. Die bekannten Ausnahmen vom Besuchsstopp gelten weiterhin: Väter dürfen bei der Entbindung dabei sein und Eltern (keine Geschwisterkinder) ihrem kranken Kind beistehen. Nach Absprache mit der jeweiligen Station sind Besuche von Patienten, die im Sterben liegen, möglich. Dies gilt auch für Corona-Patienten. Wegen des hohen Schutzaufwands kann allerdings nur ein Angehöriger kommen. Eine Situation, die für alle Beteiligten sehr belastend ist. (red)

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