Acutis half zu Lebzeiten Priestern dabei, Websites für ihre Pfarreien einzurichten. Er baute eine Internet-Datenbank über religiöse Wunder auf und warb im Netz für seinen Glauben. In den Medien wird er deshalb auch „Cyber-Apostel“ genannt.
In der Oberkirche der Basilika San Francesco in Assisi, rund 150 Kilometer nördlich von Rom, wurde der lange Prozess der Aufnahme in die Liste der Seligen mit einer Messe besiegelt. Den Vorsitz hatte Kardinal Agostino Vallini. Bei der Prozession waren auch Carlos Eltern dabei.
Zuvor war der Leichnam des jungen Italieners (1991-2006) vor einigen Tagen aus dem Grab in Assisi geholt worden. Er wurde präpariert, nachmoduliert und danach in einem Glassarg öffentlich aufgebahrt, wie die katholische Medienplattform „Vatican News“ schrieb. Gläubige konnten dort einen Jungen in Jeans und Turnschuhen sehen.
Bei der Messe wurde am Samstag ein Schreiben von Papst Franziskus (83) verlesen, dass Carlo nun selig sei. Das ist die Vorstufe einer möglichen Heiligsprechung. In der katholischen Kirche ist dafür ein langes Verfahren notwendig, zu dem auch Wunder gehören.
Der Vatikan hatte die Heilung eines brasilianischen Jungen von 2010 von einer schweren Erkrankung 2013 als Wunder Carlos anerkannt. Denn der kranke Brasilianer soll seine Gebete auch an den Italiener gerichtet habe. Franziskus hatte den sehr religiösen Carlo, der in London geboren wurde und mit 15 Jahren starb, 2019 als Vorbild für andere junge Menschen gelobt. Er habe gewusst, „wie man die neue Kommunikationstechnik einsetzt, um das Evangelium zu übermitteln“. (dpa)

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