Ecolo fordert Verbesserungen im Bereich Kleinkindbetreuung

<p>Illustration: dpa</p>
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Die Umstände des Rücktritts von Harald Mollers, für den die persönlichen Anfeindungen in der Coronakrise den Ausschlag gegeben hatten, bedauert die Ecolo-Fraktion nach wie vor: „Einige wenige haben ihn mit Hass und Hetze zu dieser Entscheidung getrieben. Solches Verhalten hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Hier sind wir alle gefordert eine deutliche Antwort zu geben, um unsere Demokratie zu verteidigen“, so der Ecolo-Abgeordnete Andreas Jerusalem. Lydia Klinkenberg wird am Montag vereidigt und wird dann die zweite Ministerin der DG. Sie sorge damit „ganz beiläufig für eine paritätische Besetzung unserer Regierung”, freut sich die Ecolo-Parlamentarierin Inga Voss. Die Ecolo-Fraktion sehe hier einigen Handlungsbedarf und wünscht sich, dass sich Lydia Klinkenberg zeitnah dem Thema Kleinkindbetreuung widmet. Vor Kurzem hätten neben dem Regionalzentrum für Kleinkindbetreuung (RZKB) und dem Zentrum Kaleido Ostbelgien einige Tagesmütter im Parlament ihren Arbeitsalltag geschildert. „Es ist bewundernswert, mit wie viel Herzblut und Begeisterung die Tagesmütter ihrer Arbeit mit Kindern bis drei Jahre nachgehen!”, erklärt Inga Voss. Darum müsse die Wertschätzung für ihre Arbeit steigen. Andreas Jerusalem ergänzt: „Tagesmütter müssen von ihrer Arbeit leben können. Das ist aktuell kaum möglich. Dabei ist das Kleinkindalter so entscheidend für die Entwicklung eines Kindes. Wohlbefinden, Pflege und ein sicheres Umfeld müssen während der Betreuung also großgeschrieben werden."

Um der Wichtigkeit dieser Aufgabe Rechnung zu tragen, fordert die Ecolo-Fraktion eine bessere Bezahlung und eine umfassende soziale Absicherung der Tagesmütter. Ein erster nötiger Schritt sei deshalb die Neuberechnung der Elternbeiträge sowie eine sozial gerechtere Staffelung je nach Einkommen. Eine solche Staffelung wünscht sich Ecolo auch für selbstständige Tagesmütter, die nicht dem RZKB unterstehen. „Aktuell ist Kinderbetreuung für einkommensschwache Familien kaum zu bezahlen. Den Höchstbetrag bezahlt man unterdessen schon ab einem Nettoeinkommen von 5.000 Euro pro Familie. Währenddessen erhalten Tagesmütter einen sehr schlanken Lohn und das RZKB arbeitet nicht kostendeckend“, beschreibt Andreas Jerusalem die laut Ecolo „verworrene Situation“. „Darüber hinaus müssen sich die Rahmenbedingungen in der Kleinkindbetreuung weiter verbessern”, ergänzt Freddy Mockel, der Ecolo-Fraktionssprecher im PDG. Dazu müsse aber auch die Situation und das Funktionieren des jetzigen Hauptakteurs RZKB abgesichert und verbessert werden. „Der Dienst wurde mit viel Geld neu ausgerichtet. Nun muss sichergestellt werden, dass der angestoßene Strukturwandel Früchte trägt.“ Abgesehen von der Covid-Krise werde dies eine der ersten Herausforderungen der neuen Ministerin Lydia Klinkenberg sein. „Wir wünschen ihr dabei viel Erfolg und bauen besonders zum Wohle der Bevölkerung auf eine effiziente Zusammenarbeit”, so die drei Ecolo-Abgeordneten. (red/sc)

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