Raerens Dauerbaustelle geht in die nächste Runde

Die erste Phase des Straßenbaus vom Haus „Titfeld“ (Rotes Kreuz) nach oben in Richtung Kreuzung Hauptstraße, Hochstraße und Bahnhofsstraße soll demnach bis Ende des Jahres fertig sein. Zumindest so weit, dass die Straße bis auf die letzte Asphaltschicht sauber befahrbar ist. Die Bürgersteige werden indes erst, je nach Witterung, für Ende Februar 2021 fertiggestellt, wie Erwin Güsting auf Nachfrage erklärte.

Am unteren Teil der Straße wird derweil kontinuierlich weitergearbeitet. Letztlich wurde an den schmalen Stellen bewusst an beiden Seiten gleichzeitig gearbeitet, da eine Durchfahrt auch bei einseitiger Sperrung nicht möglich gewesen wäre. Nun geht es für die Verlegung von Versorgerleitungen einseitig weiter.

Die wallonische Wassergesellschaft (SWDE) hat beschlossen, zusätzlich zu den geplanten Versorgerleitungsarbeiten, ein Teilstück von 600 Metern, das im Jahr 2013 schlecht verlegte wurde, nun ordnungsgemäß zu verlegen. Diese Arbeiten sind erforderlich, weil die vorhandene Wasserleitung an dieser Stelle teilweise nur 70 Zentimeter tief liegt. Erwin Güsting spricht von einer „Wahnsinns-Schlamperei“ des Unternehmens, das damals für die wallonische Wassergesellschaft gearbeitet hat. „Die Leitungen hätten von vornherein tiefer gelegt werden müssen. Eigentlich sollten sie in einer Tiefe von einem Meter bis 1,20 Metern liegen. Das ist hier nicht der Fall und verursacht nun Ärger.“ Die Rechnung für diesen Mehraufwand landet allerdings nicht bei der Gemeinde. „Uns kostet das Ganze nur Zeit“, so Erwin Güsting. In der Summe rechnet er mit einer Verzögerung von maximal vier Wochen, die sich durch die Arbeiten ergibt.

Die Anwohner dürften wenig begeistert sein. Erwin Güsting bleibt dennoch positiv gestimmt : „Die Leute nehmen es noch recht vernünftig auf. In den heißen Sommerwochen, als Wasser gespart werden sollte, haben wir es unterlassen, zu sprenkeln. Zu dem Zeitpunkt gab es viel Staub und mehr Beschwerden. Insgesamt bringen sie viel Verständnis auf. Dass die Anwohner und Geschäftsleute nicht glücklich sind, ist aber auch nachvollziehbar.“ Seit Ende 2018 leben und arbeiten Anwohner und Geschäftsleute in einer Baustelle. Erwin Güsting hat sein Amt als Bürgermeister „mit der Baustelle begonnen“ und qualifiziert dies als eine „Aktivität, die man sich als neuer Bürgermeister nicht unbedingt wünscht“. Die Baustelle sei aus seiner Sicht „nicht die tollste und Corona tut seines dazu“.

Fertig ist das Straßenbauprojekt indes noch lange nicht. Erwin Güsting wagt eine Prognose: „Optimistisch gesehen gehe ich davon aus, dass mit einer Fertigstellung für Ende Sommer 2021 zu rechnen ist.“

In Kürze will er zu dem gesamten Bauprojekt umfangreich in der Presse kommunizieren. Auch alle Anwohner sollen im Zuge dieser Informationskampagne angeschrieben werden. (nawi)

Kommentare

Kommentar verfassen