Niederlande verschärfen Corona-Regeln für drei Wochen

<p>Eine Maskenpflicht besteht in den Niederlanden nach wie vor nicht.</p>
Eine Maskenpflicht besteht in den Niederlanden nach wie vor nicht. | Illustrationsbild: dpa

„Jeder hat die alarmierenden Berichte gesehen“, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Montagabend in Den Haag. Daraus müssten jetzt Konsequenzen gezogen werden.

Dazu gehört, dass ab Dienstagabend alle Sportveranstaltungen ohne Publikum stattfinden müssen. Cafés und Restaurants müssen um 22.00 Uhr schließen und dürfen ab 21.00 Uhr keine neuen Gäste mehr einlassen. Außerdem dürfen insgesamt nur noch 30 Menschen zugleich in einem Lokal sein, im Freien 40.

Für alle Kontaktberufe wie Friseur oder Masseur ist eine Registrierung der Kunden verpflichtend. Mund- und Nasenschutz wird für Geschäfte empfohlen, ist aber nicht Pflicht. Die Niederlande sind bei Gesichtsmasken bisher sehr zurückhaltend gewesen. Zuhause soll man nur noch drei Gäste empfangen. Außerdem sollen alle wieder möglichst von zu Hause aus arbeiten.

„Entweder wir schaffen es, die Zahl der Infizierungen zu senken oder wir schaffen es nicht“, sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge. „Dann sind härtere Maßnahmen nötig.“ Dies könne die Stilllegung des gesamten Gastronomie-, Sport- und Kultursektors sein. Es gehe dann wieder in Richtung Lockdown.

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in den Niederlanden zuletzt stark angestiegen. Am Samstag gab es laut der Universität Johns Hopkins rund 2.760 Neuinfektionen in dem Land mit rund 17,5 Millionen Einwohnern. Die täglichen Fallzahlen waren damit höher als in Deutschland, das mehr als viermal so viele Einwohner hat. (dpa)

Kommentare

  • Sehr geehrte Frau van Straelen,

    Das mag ja alles stimmen, was Sie sagen, aber das sollte doch nicht die Mainstream-Medien daran hindern, die ganze, und nicht nur die halbe Wahrheit zu publizieren. Es stimmt, dass eine Million Menschen an bzw. mit Corona gestorben sind, aber es stimmt auch, dass bereits 23 Millionen sich von COVID-19 erholt haben. Sollte ich also gemäß Ihrer Empfehlung zur Zurückhaltung Letzteres, was doch wohl auch in Ihren Augen eine gute Nachricht ist, nicht erwähnen?

  • Herr Schmitz, Corona ist nicht nur der STERBEfälle wegen gefährlich, es ist ein Virus, das sich mangels Impfstoff frei verbreitet und SEHR VIELE sehr kranke Menschen hervorbringt, mit Langzeitfolgen von Monaten, wenn nicht lebenslänglich, das wollen Sie nicht mitmachen müssen. Also mal ein bisschen zurückhalten und erkennen, dass eine Staatl. Regierung nicht jede zweite Strasse getrennt bewerten kann, dann stünden wir schon viel weiter.

  • Ich weiß nicht, was mit den Mainstream-Medien los ist. So zeichnet die dpa ein düsteres Bild der Niederlande: Bedrohlich ansteigende Infektionszahlen! Aber, wie so oft, kein Wort über die Anzahl Menschen, die mit bzw. an Corona gestorben sind. Da muss sich der interessierte Leser SELBER informieren, und siehe da: https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=tru....

    Es ist auch bemerkenswert, dass die auch zitierte Johns Hopkins Universität dem Leser freimütig den genauen (bedrohlichen) Verlauf der INFEKTIONSzahlen präsentiert, man aber den zeitlichen Verlauf der täglichen STERBEzahlen seit Beginn der Pandemie vergebens auf ihrer Webseite sucht.

    Man muss es so klar ausdrücken: Die Medien/Experten schaffen es, aus einer eigentlich guten Nachricht, die darin besteht, dass die Schere zwischen Infektions- und Todeszahlen immer weiter auseinander klafft, eine düstere Nachricht zu konstruieren. Mir fällt eigentlich kein besseres Anschauungsbeispiel für „Panikmache“ ein.

  • „Allenthalben suchen Politiker nach einem sauberen Ausweg aus den Corona-Maßnahmen: ohne das Gesicht dabei zu verlieren.“
    (GE-OS 5.9)

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