Die Übung „Kaukasus 2020“ unter Leitung des russischen Generalstabs beginnt an diesem Montag. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau beteiligen sich rund 80.000 Menschen an dem bis 26. September angesetzten Manöver, darunter maximal 12.900 Soldaten. „Die Übung trägt keinen aggressiven Charakter“, sagte Vize-Verteidigungsminister Nikolai Pankow am Samstag auf dem Truppenübungsplatz Kapustin Jar im Gebiet Astrachan an der Wolga.
Das Manöver gilt aus Sicht Moskauer Verteidigungspolitiker nicht zuletzt als eine Reaktion auf ähnliche Übungen der Nato in russischer Nachbarschaft. Beteiligt sind diesmal auch Soldaten aus Armenien und aus Myanmar. Die Übung stärke die Zusammenarbeit der Teilnehmer-Staaten und verbessere das gemeinsame Vorgehen von Soldaten, sagte Pankow. Insgesamt erstrecke sich das Geschehen auf 14 Stellungen, darunter auch im Schwarzen und im Kaspischen Meer.
Ziel sei es unter anderem, Militäreinsätze bei der Lösung bewaffneter Konflikte im Zusammenhang mit dem Kampf gegen den Terrorismus durchzuspielen. Unter den vielen Beteiligten seien auch technisches Personal sowie Mitarbeiter des Zivilschutzes. Aufgefahren würden etwa 250 Panzer sowie mehr als 600 weitere Einheiten von Kampftechnik, darunter Artillerie-Systeme. Wegen der Corona-Pandemie hatte sich Russland zeitweise zurückgehalten mit Militärmanövern und die Nato aufgefordert, ihre Übungen ebenfalls zurückzufahren. (dpa)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren