„Jede Krise ist eine Krise des Systems im Kontext seiner Umwelt“

<p>Egon Zeimers plädiert für eine ganzheitliche Sicht auf die Probleme, Fragmentierung liefere keine Lösungen, sondern schaffe anderswo neue Probleme.</p>
Egon Zeimers plädiert für eine ganzheitliche Sicht auf die Probleme, Fragmentierung liefere keine Lösungen, sondern schaffe anderswo neue Probleme. | Foto: David Hagemann


Seit Monaten beschäftigen uns Journalisten täglich die Corona-Fallzahlen, wir befragen Experten und Politiker zu ihren Einschätzungen der getroffenen Maßnahmen und zu ihren Prognosen. Als Systemdenker beschäftigen Sie sich – nehme ich mal an – mit den Mustern hinter den Zahlen. Ist diese Krise anders als andere Krisen oder trägt sie nur... eine andere Maske?


Ich sehe nur viele Menschen, die Masken tragen... Im Ernst: Natürlich ist jede Krise anders. Eine große Krise wie die aktuelle Corona-Pandemie ist die Summe von Millionen, ja Milliarden individueller Krisen. Und jeder Mensch nimmt die Krise anders wahr, erklärt und bewertet sie anders, erlebt sie anders, erleidet sie anders. Jeder Einzelne bewältigt eine Krise anders – wenn er sie denn nachhaltig zu bewältigen vermag. Diese Krise ist aber auch nicht anders als jede andere Krise, wenn wir auf das Wirkungsgefüge, die inneren Zusammenhänge, Gesetzmäßigkeiten und Dynamiken schauen.

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