„Gemeinsame Anstrengungen machen den Unterschied“

<p>Corona-Kontrolle der Polizei in Antwerpen.</p>
Corona-Kontrolle der Polizei in Antwerpen. | Foto: Photo News

In der vergangenen Woche wurden in Belgien durchschnittlich 430 Corona-Neuinfektionen pro Tag verzeichnet - 14 Prozent weniger als in der Vorwoche. Den stärksten Rückgang verzeichneten Antwerpen, Lüttich und neuerdings auch Brüssel.

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Kommentare

  • „Eine Simulation der Uni Hasselt zeigt, wie sich die Kontaminationskurve entwickelt hätte, wenn der anfängliche Anstieg im Juli nicht angegangen worden wäre.“

    Ich erinnere daran, dass die gleiche Uni Hasselt Mitte Mai bereits mit ihren Prognosen für den Sommer im Falle der Lockerungen des Lockdowns grandios daneben lag, (https://www.uhasselt.be/Images/DSI/report_meta.pdf). Übrigens, diese Studie vom 18. Mai wartet bis heute auf das Peer-Review, sprich die Bestätigung durch andere, nicht an der Studie beteiligter Wissenschaftler.

    Ich finde es unerträglich, wie einige Wissenschaftler sich skrupellos über wissenschaftliche Standards hinwegsetzen. Da werden zwei in zeitlicher Folge auftretende Ereignisse kurzerhand, ohne jedwede Beweisführung, als kausal zusammenhängend eingeordnet.

    Es stimmt, dass die Infektionszahlen ab Mitte August zurückgehen (die Krankenhausaufnahmen und Corona-Sterbefälle waren seit Ende Mai eh durchgehend sehr gering geblieben). Es stimmt aber genauso, dass die allgemeine, nicht corona-bedingte Übersterblichkeit in Belgien seit Mitte August stark ansteigt (https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/), ein Umstand, der erstaunlicherweise von den Medien nicht aufgegriffen wird. Frage an Herrn Van Gucht: „Ist diese ausgeprägte Übersterblichkeit ab Mitte August mit mehr als 100 zusätzliche Toten pro Tag, denn nun auch die Folge von den fraglichen „gemeinsamen Anstrengungen“?

  • Nun, Herr Schmitz, bezüglich der anscheinend tatsächlich vorhandenen Übersterblichkeit im August sollten Sie vielleicht eine Erklärung in dieser, durchaus naheliegenden Richtung suchen:
    https://www.lesoir.be/322526/article/2020-09-02/canicule-la-surmortalite...
    Zumindest der SOIR hat das Thema also aufgegriffen, auch die RTBF soeben in den Nachrichten.

  • Sehr geehrter Herr Schleck,

    Nun ja, die aktuelle Übersterblichkeit der Hitze anzulasten, ist möglicherweise etwas vorschnell.

    Die Fakten:

    Sommer 2019:
    Max. Temperatur 39.7°C am 25. Juli und max. Sterbezahl von 328 am 27. Juli

    Sommer 2020:
    Max. Temperatur 36.5°C am 31. Juli, aber keine auffällige Übersterblichkeit
    Max. Temperatur im August 35,9°C am 8. August, max. Sterbezahl (bis jetzt) 488 am 13. August.

  • Nun Herr Schmitz, es ging Ihnen u.a. darum, dass das Thema Übersterblichkeit im August von den Medien "erstaunlicherweise" (Wollte man da etwas unter den Teppich kehren???) nicht aufgegriffen wurde.
    Ich habe Ihnen zwei Medien genannt, die das getan haben.

    Was wäre denn Ihre Erklärung dafür?

    Zu den Hitzewellen 2019 im Vergleic zu 2018:
    https://www.sciensano.be/fr/coin-presse/3-periodes-de-surmortalite-penda...
    Ein Satz daraus:
    "Il reste toutefois très difficile de comparer des périodes de chaleur entre elles parce que les circonstances peuvent être très différentes."

    Fazit: keine voreiligen Schlüsse ziehen. Der Artikel von sciensano datiert vom Oktober. Warten wir also eine genauere Analyse ab...

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