Es sei keine Option, auf eine umfangreiche Immunität dadurch zu hoffen, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Erreger infizieren. Dafür müssten sich sehr viele Menschen infizieren, viele würden schwer krank und müssten in Krankenhäuser. „Herdenimmunität auf natürlichem Wege zu erreichen ist gefährlich, weil viele Menschen sterben würden“, sagte sie.
„Es gibt keine einzige Infektionskrankheit, die unter Kontrolle gebracht wurde, indem man auf natürliche Immunität gesetzt hat“, betonte die WHO-Chef-Wissenschaftlerin Soumya Swaminathan. Zudem würde es sehr lange dauern, bis genügend Menschen infiziert seien.
Nur eine Impfung könne die gewünschte Immunität schnell erreichen. Das Konzept der natürlichen Herdenimmunität propagieren in verschiedener Ausprägung etwa Brasilien und Schweden. Großbritannien ist nach anfänglichen Plänen davon abgerückt. (dpa)

Kommentare
Auch der St. Vither Arzt und Leserbriefschreiber Dr. Joseph Meyer träumt in seinen Kommentaren von einer „schnellen Herdenimmunität“.
Dass diese weder medizinisch-ethisch verantwortbar noch praktisch durchführbar ist will Dr. Meyer nicht verstehen.
Stattdessen propagiert er, die Corona-Maßnahmen und Verhaltensregeln über Bord zu schmeißen und mischt sich unter die Leugner, Verharmloser und Verschwörungstheoretiker.
Das Hirngespinst der Herdenimmunität ist zudem eine diskriminierende Haltung gegenüber der älteren Bevölkerung und anderen Risikogruppen, die man auf dem Alter der individuellen Freiheit und Grundrechte zu opfern bereit ist.
Beschämend und verantwortungslos.
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