Tieren „unter die Flügel greifen“

In diesem Text heißt es „... hatten die Landwirte außerdem mit erheblichen Mäuseschäden zu kämpfen“. Dem trockenen Wetter stehen wir alle ratlos gegenüber, der Mäuseplage jedoch nicht. Zur Seite stehen uns unter anderem Turmfalken und Schleiereulen. Beide Arten ernähren sich hauptsächlich von Mäusen.

Ein Schleiereulenpaar mit sechs Jungen fängt alleine während der dreimonatigen Aufzuchtszeit bis zu 3.500 der kleinen Nager. Noch einmal so viele frisst das Paar während des restlichen Jahres. Die Nahrung des Turmfalken besteht zu 80 Prozent aus Mäusen. Sowohl für die eine, wie für die andere Art besteht die Möglichkeit, Nisthilfen anzubringen. Auch an landwirtschaftlichen Gebäuden.

Wir von AVES bemühen uns seit Jahren, in der Gemeinde Burg-Reuland den „Lebensraum Kirchturm“ wieder für die Schleiereule zugänglich zu machen, nachdem die Glockentürme systematisch im Rahmen von Renovierungen beziehungsweise Sanierungen dicht gemacht worden sind. Leider scheitert diese Initiative am massiven Widerstand der Kirchenvorstände. Dabei garantieren wir, dass die Ansiedlung von Tieren in Kirchen keinerlei Beeinträchtigungen mit sich bringt, spezielle Schutzeinrichtungen machen dies möglich. So erfolgt zum Beispiel der Zugang der Schleiereule zu ihrem Nistkasten über einen Gang, der direkt von draußen erreicht wird. Im Gegensatz zur geläufigen Meinung gibt es im Innern der Kirche also keinen Schmutz. Und wir engagieren uns, alle paar Jahre eine Kontrolle durchzuführen.

Auch Mauersegler, die gerne an hohen Gebäuden nisten und sich bei uns knapp drei Monate aufhalten, bevor sie ihre 6.000 Kilometer lange Reise nach Afrika antreten, machen keinen Schmutz. Warum diesen Tieren nicht ein wenig „unter die Flügel greifen“ in unserer aufgeräumten Umgebung?

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