Im Gegensatz zu dem gebürtigen Elsenborner, der freiwillig sein Amt ruhen lässt, wurde Elst eine Ordnungsmaßnahme durch den Generalkommissar auferlegt: Er wurde in einen anderen Dienst versetzt und wird ab diesem Montag eine Verwaltungsposition in der Abteilung Ressourcenmanagement erhalten.
Elst war zum Zeitpunkt des Vorfalls der diensthabende Offizier. Er wusste von dem Sachverhalt oder hätte ihn zumindest kennen müssen. Elst handelte in der Hierarchie direkt unter Desenfants, der selbst am vergangenen Donnerstag angegeben hatten über den fraglichen Polizeieinsatz nicht auf dem Laufenden gewesen zu sein.
André Desenfants, seit November 2017 Generaldirektor der Verwaltungspolizei, hatte am vergangenen Donnerstag sein Amt vorübergehend, für die Zeit interner Untersuchungen, niedergelegt. Er hatte um eine interne Überprüfung des Informationsflusses an die Hierarchie gebeten.
Es ist nicht das erste Mal, dass Elst unter Druck steht. Vor drei Jahren kamen Missbräuche beim Rückführungsdienst, dessen Leiter er ebenfalls ist, ans Tageslicht. Bei bestimmten Rückführungen von Migranten in ferne Länder suchten die eskortierenden Beamten Prostituierte auf. Auch war die Rede von unmoralischem Verhalten und Alkoholmissbrauch. (belga/gz)

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