Coronavirus in Belgien: Zahl der Toten steigt deutlich an

<p>Coronavirus in Belgien: Zahl der Toten steigt deutlich an</p>
Illustrationsbild: belga

Das geht aus den aktuellsten Fallzahlen von Sciensano hervor, die am Montagmorgen veröffentlicht wurden. Laut Angaben des Instituts für Volksgesundheit haben seit Beginn der Epidemie in Belgien 9.939 Menschen durch Covid-19 ihr Leben verloren.

Auch die Zahl der Krankenhausaufnahmen steigt indes etwas an. In den vergangenen Tagen mussten pro Tag im Schnitt etwa 33 Personen in ein Spital eingeliefert werden. Verglichen mit der letzten Sieben-Tage-Periode lässt sich ein Anstieg von 35 Prozent beobachten.

Sciensano teilt außerdem mit, dass aktuell 336 Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, in hiesigen Krankenhäusern behandelt werden. Das sind 27 mehr Person als bei der Erfassung, die am Sonntag publik gemacht wurde. Von den 336 Personen liegen 86 (+ 4) auf einer Intensivstation, 48 (+ 5) davon müssen zudem künstlich beatmet werden.

Die Zahl der Menschen, die sich hierzulande mit dem Virus angesteckt haben, sinkt derweil weiter – wenn auch nur leicht. Laut offiziellen Angaben haben sich bis dato insgesamt 78.323 mit Corona infiziert. Das sind 1.210 Personen mehr als am Sonntag. Die Dunkelziffer dürfte aber wesentlich höher sein, da zu Beginn der Pandemie kaum Coronatests durchgeführt worden sind. In dem Zeitraum zwischen dem 7. und 13. August wurden im Durchschnitt 574 Neuinfektionen pro Tag verbucht. Am Sonntag lag der Wert noch bei einem Prozent, am Samstag dagegen bei 5 und am Freitag sogar noch bei 9.

Pauschalisieren lassen sich die nationalen Ansteckungszahlen allerdings nicht, denn hinter ihnen verstecken sich große regionale Unterschiede. Allen voran in der Hauptstadt scheint die Lage bedrohlich. Nach Angaben von Sciensano steigt dort die Zahl der Infektionen am deutlichsten. Um dem Trend entgegenzuwirken, hat die Brüsseler Politik strengere Schutzmaßnahmen initiiert. Unter anderem gilt im Herzen des Landes seit Mittwoch im öffentlichen Raum eine allgemeine Maskenpflicht. Im Corona-Hotspot Antwerpen, wo ein Drittel aller Infektionen registriert wird, hat sich die Lage mittlerweile ein wenig akklimatisiert. Die Fälle sind laut Sciensano dort rückläufig. (belga/calü)

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