Coronavirus in Belgien: Weniger Infektionen, aber dafür deutlich mehr Sterbefälle

<p>Coronavirus in Belgien: Weniger Infektionen, aber dafür deutlich mehr Sterbefälle</p>
Illustrationsbild: afp

Das geht aus den aktuellsten Fallzahlen von Sciensano hervor, die am Sonntag veröffentlicht wurden. Am Samstag lag der Anstieg laut Angaben des Instituts für Volksgesundheit noch bei 5 Prozent, am Freitag dagegen bei 9 und am Donnerstag sogar noch bei 12.

Pauschalisieren lassen sich die nationalen Ansteckungszahlen allerdings nicht, denn hinter ihnen verstecken sich große regionale Unterschiede. Allen voran in der Hauptstadt scheint die Lage bedrohlich. Nach Angaben von Sciensano steigt dort die Zahl der Infektionen am deutlichsten. Um dem Trend entgegenzuwirken, hat die Brüsseler Politik strengere Schutzmaßnahmen initiiert. Unter anderem gilt im Herzen des Landes seit Mittwoch im öffentlichen Raum eine allgemeine Maskenpflicht. Im Corona-Hotspot Antwerpen, wo ein Drittel aller Infektionen registriert wird, hat sich die Lage mittlerweile ein wenig akklimatisiert. Die Fälle sind laut Sciensano dort rückläufig.

Die Anzahl der Menschen, die sich hierzulande mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, liegt laut offiziellen Angaben nun bei insgesamt 77.113. Das sind 756 Personen mehr als am Samstag. Die Dunkelziffer dürfte aber wesentlich höher sein, da zu Beginn der Pandemie kaum Coronatests durchgeführt worden sind.

Während die Infektionen allgemein brachtet sich stabilisieren, ist die Anzahl der Sterbefälle, die auf Covid-19 zurückzuführen sind, deutlich gestiegen. In der letzten Sieben-Tage-Periode sind durchschnittlich 7,3 Todesfälle pro Tag registriert worden. Im Vergleich zur Vorwoche, in der im Schnitt drei Corona-Tote pro Tag gemeldet wurden, ist das ein Anstieg von knapp 106 Prozent. Seit Beginn der Epidemie haben in Belgien 9.924 Menschen durch Covid-19 ihr Leben verloren.

Auch die Zahl der Krankenhausaufnahmen steigt indes etwas an. In den vergangenen Tagen mussten pro Tag im Schnitt etwa 34 Personen in ein Spital eingeliefert werden. Verglichen mit der letzten Sieben-Tage-Periode lässt sich ein Anstieg von 22 Prozent beobachten.

Sciensano teilt außerdem mit, dass aktuell 309 Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, in hiesigen Krankenhäusern behandelt werden. Das ist eine Person weniger als bei der Erfassung, die am Samstag publik gemacht wurde. Von den 309 Personen liegen 82 (+ 2) auf einer Intensivstation, 43 (- 2) davon müssen zudem künstlich beatmet werden. (belga/calü)

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