Mit verhältnismäßig geringen Kosten von rund 1.500 Euro aus dem Umweltbudget schaffte die Gemeinde Raeren in Zusammenarbeit mit AVES im Honienweg ein in die Natur und ins natürliche Licht eingebettetes Kinderparadies.
Krokodil, Kriechtunnel und Pferd ziehen Kinder direkt an, sich frei und ausgiebig auszutoben. Selbst als Erwachsener weckt dieser neue Waldspielplatz die Neugierde: „Das Einzige, was noch fehlt, ist eine kompakte Picknickbank“, erklärt Schöffin Heike Esfahlani (Ecolo). Doch die werde bei der nächsten Bestellung berücksichtigt und zeitnah aufgestellt, so die Umweltschöffin. Sie sieht diesen Platz, der von Bäumen umgeben ist, schon jetzt als ideale Abkühlung für Familien an diesen heißen Sommertagen.

Seit Beginn des Naturlehrpfades, der acht Kilometer lang ist, sollten die Kinder berücksichtigt werden. Das ist oberhalb und bis zum Indebach der Fall und nun um einen erlebnisreichen Pausenplatz reicher. Die allererste Idee war ein Holunderspielplatz, erzählt Alfred Emontspohl von AVES. Doch der ehemalige Bürgermeister Hans-Dieter Laschet (Mit uns) wünschte sich einen Gegenpart zu den klassischen Geräten. Nicht nur, dass die Anschaffung und die jährliche Abnahme mit hohen Kosten verbunden seien. Diese Spielstätte sollte Teil des Waldes sein. Auf dieser Grundlage wurden die Ideen konkretisiert und umgesetzt. Ihre Vorbilder fanden sie am Entenpfuhl und in Konzen.
Den Platz hat André Hermes, seines Zeichens Gemeindeförster, ausgesucht. Lediglich leichter Fichtenwuchs musste entfernt werden. Zum Honienweg hin wird noch eine Haselnusshecke gepflanzt. Die Waldarbeiter haben ebenfalls für den Mulchboden gesorgt. Alles Weitere ist aus bereits gefällten oder umgefallenen toten Eichenstämmen aus diesem Wald entstanden. Zahlreiche Mitarbeiter von AVES legten hier geschätzte ein hundert Stunden Hand an. Alfred Emonstpohl hat als früherer Schreiner die den Spielplatz umkreisenden Verstecke mit tierischen Figuren versehen. Es wurden Pferd und Krokodil zum Leben erweckt. Der Kriechtunnel erhält im Herbst mit einer beidseitigen Buchenhecke einen Mantel.
Außerdem wurde an Jugendgruppen und Schulklassen gedacht. Ein alter Baumstumpf dient als Rednerpult, wo sich im Halbkreis hingesetzt und den Ausführungen der Experten oder der Kinder, die ihre Erlebnisse und Entdeckungen vorstellen, gelauscht werden kann: „Als einfache Sitzgelegenheit sind sie natürlich auch dienlich“, betonen Heike Esfahlani und Alfred Emontspohl lachend. Nebendran befindet sich außerdem noch eine Gelegenheit zum Balancieren und Hinauflaufen.
„Einige sagten schon, dass der Waldspielplatz weit entfernt sei. Aber es ist gerade die Idee, mit den Kindern durch den Wald zu kommen und ihn über einen Spaziergang zu entdecken“, findet Umweltschöffin Heike Esfalahni. Um eine Einschätzung zu haben, wie weit der Platz noch entfernt ist, hat Alfred Emontspohl für Beschilderung mit Kilometerangabe gesorgt – von der Roetgener Straße aus sind es rund 1,4 Kilometer. Für einen Ausflug mit dem Fahrrad über den Ravel-Weg oder vom Stellwerk aus zu Fuß sehen die Verantwortlichen den Waldspielplatz in bester Lage.

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