Mariette Bouverne, die am 25. Dezember 1908 in Gent (Provinz Ostflandern) zur Welt kam, lebte seit ihrem 95. Lebensjahr in der Genter Pflegeeinrichtung. Zuvor wohnte die Witwe, die ihren Ehemann Albertus Deken 1960 verloren hatte, alleine in einem Appartement.
„Mariette war enorm motiviert und legte die Messlatte sehr hoch, sowohl für sich selbst als auch für die Menschen um sie herum. Sie schreckte nicht davor zurück, ihre unverblümte Meinung zu äußern“, ist in einem Nachruf, der auf der Webside des Altenheims „Zilversterre“ veröffentlicht wurde, zu lesen. Sie hat bis hohe Alter gerne Museen besucht, nahm bis zuletzt einmal die Woche Keramikunterricht nahm und hat täglich das politische Geschehen leidenschaftlich verfolgt.
Nach Angaben der Heimleitung verstarb Mariette Bouverne am Montag an Altersschwäche. „Ihr hohes Alter war kein Segen für sie“, heißt es. Es sei kein Geschenk, so alt zu werden, habe sie immer bei jedem ihrer Geburtstage wiederholt.
Mariette Bouverne hinterlässt, abgesehen von einigen engen Bekannten und ihrem geliebten Kanarienvogel Chico, keine unmittelbare Familie.
Den inoffiziellen Titel als „älteste Einwohnerin des Landes“ hatte Bouverne erst Ende Januar 2020 von Elisabeth De Proost übernommen, die 111 Jahre und 354 Tage alt wurde. (belga/calü)

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