Chinesische Hacker spionierten belgisches Technologieunternehmen aus

<p>Chinesische Hacker spionierten belgisches Technologieunternehmen aus</p>
Illustrationsfoto: dpa

Am 7. Juli klagte eine amerikanische Grand Jury zwei chinesische Hacker an. Ihnen wird vorgeworfen, seit etwa zehn Jahren Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Labors auf der ganzen Welt ausspioniert zu haben.

Der Fall ist ein Grund für die Eskalation der diplomatischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China. Sie gipfelte in dem Befehl, das chinesische Konsulat in Houston, Texas, innerhalb von 72 Stunden zu evakuieren. China hat nach dieser Entscheidung „Vergeltung“ versprochen.

Die mutmaßlichen Cyberkriminellen sollen eine ganze Reihe strategischer oder kommerzieller Ziele im Visier gehabt haben: High-Tech-Industrien im zivilen und gesundheitlichen Bereich, den Wirtschaftssektor, den Bereich Bildung und Videospiele, den Solarenergiesektor, den Verteidigungssektor usw. Die gestohlenen Geschäftsgeheimnisse sollen nach Angaben des Justizministeriums „Hunderte von Millionen Dollar“ wert sein.

In letzter Zeit haben die Web-Betrüger ihre Hacker-Angriffe auf wissenschaftliche und pharmazeutische Forschung gegen die Verbreitung des Coronavirus konzentriert, insbesondere auf Labors, die nach einem Impfstoff suchen.

In der Liste der verschiedenen Opfer des Hacker-Duos, die in der Anklageschrift aufgeführt sind, wird auch ein belgisches Unternehmen genannt, wie „Le Soir“ berichtete. Das amerikanische Justizsystem beschreibt den Betrug so: Eine „belgische Softwarefirma“ war im März-April 2018 Ziel eines Diebstahls von „etwa 142 Gigabyte an Dokumenten“ über „digitale Bildverarbeitung und Algorithmen im Zusammenhang mit der Strömungsmechanik“ (die Wissenschaft vom physikalischen Verhalten von Fluiden, A.d.R.).

Die Staatsanwaltschaft in Brüssel bestätigt, dass eine „Untersuchung im Gange ist“, möchte sich aber nicht weiter dazu äußern. (belga/alno)

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