Belgien hat nicht genügend Grippeimpfstoffe für Hochrisikopatienten

<p>Belgien hat 2,9 Millionen Grippeimpfstoffe bestellt.</p>
Belgien hat 2,9 Millionen Grippeimpfstoffe bestellt. | Illustrationsfoto: dpa

Zu Zeiten der Coronakrise, die im Land weiterhin andauere, ist es laut „De Morgen“ entscheidend, dass in diesem Herbst und Winter so viele Belgier wie möglich gegen die Grippe geimpft werden. Anfang Juni veröffentlichte der Hohe Gesundheitsrat einen Bericht, der besagt, dass Menschen in Risikogruppen „mehr denn je“ geimpft werden sollten und dass auch gesunde Menschen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren einbezogen werden sollten. Dies soll dazu beitragen, dass die Krankenhäuser Ende 2020 und Anfang 2021 nicht mit Grippe- und Covid-19-Patienten überflutet werden.

Laut „De Morgen“ gibt es jedoch ein Problem: Belgien verfügt nicht über genügend Impfstoffe, um dem Rat des Hohen Gesundheitsrates zu folgen. Das föderale Amt für Arzneimittel (FAMHP) bestätigt, dass 2,9 Millionen Dosen bestellt wurden. Die Pharmakonzerne, die die Impfstoffe herstellen (Sanofi, GSK und Mylan) sind nicht mehr in der Lage oder willens, mehr zu liefern. Infolgedessen stehen in Belgien nur 100.000 Impfstoffe mehr zur Verfügung als im vergangenen Winter, was nicht ausreicht, um alle vom Hohen Rat für Gesundheit definierten Risikogruppen zu impfen.

Laut Lieven Zwaenepoel vom Apothekerverband (APB) werden mehr als vier Millionen Impfstoffe benötigt. Geimpft werden sollen Schwangere, chronisch Kranke, Über-65-Jährige, Pflegeheimbewohner, aber auch das Gesundheitspersonal, Säuglinge unter sechs Monaten und alle Familienmitglieder der vorgenannten Gruppen.

„Es kommt nicht in Frage, Personen zu impfen, die nicht zu dieser vorrangigen Gruppe gehören, wie etwa gesunde Arbeitnehmer“, so Zwaenepoel: „Alle werden sich solidarisch zeigen müssen.“ (belga/mv)

Kommentare

  • ... das kommt, wenn man sich nur auf eine Sache konzentriert...

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