Sehr geehrter Herr Knittel, ich bin ganz Ihrer Meinung, dass es bei der Physik keine Diskussionen geben kann. Bedauerlicherweise scheint das die „Klimaretter“, zu denen Sie eine gewisse Affinität entwickeln, nicht zu stören.
Sie missachten diese Tatsache schon im Ansatz Ihres Briefes, indem Sie einem Spurengas eine erwärmende Wirkung zukommen lassen.
Richtig ist, das CO2 bei bestimmten Wellenlängen Strahlung absorbiert; diese wird allerdings bei gleicher Wellenlänge wieder emitiert. Das machen aber andere Gase auch so, nicht nur CO2. Erwärmt wird hier überhaupt nichts. Die von der Erde abgestrahlte Restenergie besitzt ein niedrigeres Temperaturniveau, dieses kann deshalb eine wärmere Erdoberfläche nicht erwärmen. Energie fließt immer von „warm“ zu „kalt“, nie umgekehrt. Es widerspricht sowohl dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, als auch dem Newton’schen Abkühlungsgesetz.
Desweiteren ist Ihre Aussage: „Nie, seit der letzten Eiszeit gab es so hohe Werte“ irreführend. Sie suggeriert, CO2 verhielte sich als treibende Kraft einer Erwärmung. Betrachtet man die CO2-Werte über einen größeren Zeitraum, z. B. beginnend im Kambrium, lässt sich keine Korrelation zwischen Temperatur und CO2 feststellen.
Zielführend in Hinblick auf eine kontroverse Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer „Klimarettung“ ist Ihr Brief demzufolge nicht. Er spiegelt nur die Thesen des IPCC sowie die der aktuellen Ökoreligion ungefiltert wider.
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