Dass die Taten auf einen Wolf zurückzuführen sind, hält der Experte Michael Pankert von der Forstdirektion Malmedy-Büllingen nach einer ersten Untersuchung vor Ort eher für unwahrscheinlich. „Wenn ein Wolf im Spiel war, sind in den allermeisten Fällen Bisswunden am Hals des angegriffenen Tiers feststellbar. Das war hier nicht der Fall.“
Allerdings seien beide Tiere, die sich in einem halboffenen Stall befanden, schwer zugerichtet worden. „Ich möchte nichts ausschließen, aber die Situation vor Ort gab ein eher untypisches Bild für einen Wolf ab. Ich tendiere eher dazu, dass der Angriff auf einen oder mehrere Hunde zurückzuführen ist“, so Pankert. Ein weiteres Indiz dafür sei, dass Wölfe in der Regel töten, um zu fressen. Das habe man in Nidrum nicht feststellen können. Der im Hohen Venn sesshafte Wolf Akela habe bislang lediglich Schafe in freier Natur angegriffen. Aufschluss hätte womöglich ein DNA-Abgleich liefern können, aber leider sei es nicht möglich gewesen, in den Eingeweiden des getöteten Tiers eine DNA-Probe zu nehmen, während das verletzte Tier bereits durch den vor Ort bestellten Tierarzt medizinisch behandelt worden war.
Der Bericht werde jedoch dem Netzwerk Wolf überstellt und von drei unabhängigen Experten geprüft. Dem betroffenen Landwirten wurde empfohlen, Wildkameras aufzustellen. (arco)

Kommentare
Wurde das Limosin Kalb in Holzheim auch durch Hunde getötet? Dies wurde von hinten aufgefressen.
Ich verstehe nicht, warum ein Bild vom Wolf in diesem Artikel eingefügt wird, wenn der Wolfsexperte nicht von einem Wolfsangriff ausgeht. Das ist in meinen Augen nur Sensationsjournalismus und führt zu unnötigen Diskussionen.
Wurde die DNA-Probe in den Eingeweiden des getöteten Tiers von einem Konditor entnommen ❓❓❓
Völlig richig Herr Mackels!
Das Grenz-Echo hatte wahrscheinlich kein Bild von einem Hund im Repertoire...
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4 Comments
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