Belgien braucht Macher, keine Zögerer und Zauderer

<p>Zweiter Anlauf mit entsandetem Getriebe: Egbert Lachaert (Open VLD), Joachim Coens (CD&amp;V) und Georges-Louis Bouchez (MR).</p>
Zweiter Anlauf mit entsandetem Getriebe: Egbert Lachaert (Open VLD), Joachim Coens (CD&V) und Georges-Louis Bouchez (MR). | Foto: belga

Wer Sand sagt, muss fast zwangsläufig an politische Sandkastenspiele denken. Seit mehr als 13 Monaten und trotz einer aus dem Ruder laufenden Staatsverschuldung sowie drängender wirtschaftlicher Probleme gibt man sich im politischen Brüssel Scharmützeln auf Nebenkriegsschauplätzen hin. Denn mehr ist die Novellierung der Abtreibungsgesetzgebung nicht. Das Thema brachte Belgien schon einmal eine Verfassungskrise ein. Man erklärte König Baudouin kurzerhand für regierungsunfähig und setzte das Gesetz in Kraft. 30 Jahre später braucht es solcher Klimmzüge nicht mehr. Zwei der drei Parteipräsidenten der Minderheitsregierung bringen sich gegenseitig ins Straucheln. Dabei schickten sie sich an, bis zum Nationalfeiertag eine Koalition zu bilden. Joachim Coens (CD&V) kann wenigstens noch ethische Bedenken geltend machen, selbst, wenn man ihm das Argument nicht wirklich abnimmt. Georges-Louis Bouchez (MR), dem zweiten Akteur des Brüsseler Trauerspiels, muss man, wohl oder übel, politische Unreife unterstellen.

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