Immer mehr Belgier für Mundschutzpflicht

<p>Mundschutz beim Shoppen ist (noch) nicht Pflicht.</p>
Mundschutz beim Shoppen ist (noch) nicht Pflicht. | Foto: Photo News

Über das Tragen von Mundschutzmasken ist in diesen Corona-Zeiten bereits viel Tinte geflossen. Virologen plädieren inzwischen für eine Verpflichtung, und offenbar sehen das auch immer mehr Bürger so, wie au einer neuen große Umfrage der Universitäten Antwerpen, Hasselt, Löwen und Brüssel (ULB) unter rund 27.000 Landsleuten hervorgeht. „Vor allem in Supermärkten und anderen Geschäften befürwortet eine große Mehrheit der Bürger eine Mundschutzpflicht für Kunden und Personal“, sagt Professor Thomas Neyens von Uni Hasselt gegenüber dem Sender VRT. „Die Menschen wollen sich anscheinend für mehr Sicherheit engagieren – sowohl für sich selbst als auch für andere.“

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?
Zugang zu allen digitalen Inhalten bereits ab 10,90 € pro Monat
Jetzt bestellen
Bereits abonniert?

Kommentare

  • Das ist so eine Sache mit Umfragen.  Ich hatte an anderer Stelle hier im GE.net bereits auf die Diskrepanz zwischen angekündigtem und tatsächlichem Verhalten hingewiesen.  So hatten Anfang Juni noch 42% der Deutschen (entspricht knapp 34 Millionen) sich bereit erklärt, die zukünftige Corona-Warn-App zu nutzen (https://de.statista.com/infografik/22008/befragte-zur-nutzung-einer-anti...).  Nun haben aber erst 19% nach über zwei Wochen tatsächlich die App heruntergeladen, und dieser Wert scheint sich zu stabilisieren (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1125951/umfrage/downloads...).

    Erklärung:  Der Bürger, selbst wenn er anonym befragt wird, scheint eine natürliche Tendenz zu haben, das zu sagen, von dem er glaubt, das es ihn in ein gutes Licht rückt.  Bei dem Thema CORONA ist die Stimmung offenkundig so, dass Sicherheit vor Freiheit zu stehen hat. Und deswegen glauben viele Befragte, dass die Zustimmung zu Corona-App oder Maskenpflicht vom  Fragesteller erwartet wird. Seine Ansicht am Telefon gegenüber einer realen Person kundzutun, ist eben grundverschieden von der Handlung, die darin besteht, z.B. einen geheimen Wahlzettel auszufüllen, der dann in einer Urne verschwindet. In letzterem Fall gibt es eben kein (selbst anonymes) Gegenüber, der irgendeine Erwartung an mich hätte.

    PS 1: Sollte das Tragen einer Maske in Geschäften Pflicht werden, werde ich nur noch das Nötigste dort und alles andere online einkaufen.

    PS 2: Ich gehe davon aus, dass diejenigen die eine Maskenpflicht befürworten, bereits jetzt systematisch eine Maske in den Geschäften tragen.  Vor diesem Hintergrund komme ich zu dem Schluss, dass die Umfrageergebnisse zumindest, aus eigener Beobachtung, für die Kunden der St.Vither Geschäftswelt nicht repräsentativ sind.

Kommentar verfassen

1 Comment