Zur Schließung der Schule in Kelmis

Sehr geehrter Herr Mollers, Nachdem wir Ihre Aussage bezüglich der Schulschließung der Gemeindeschule Kelmis gelesen haben, sind wir nach anfänglicher Wut vor allen Dingen enttäuscht. Seit Wochen beziehungsweise Monaten arbeiten Kollegen aller Schulen auf Hochtouren, reagieren flexibel auf alle Neuerungen und Änderungen. Dementsprechend können Sie, Herr Minister, sicher sein, dass auch das Kollegium der Gemeindeschule Kelmis die Maßnahmen beachtet und das Prinzip der Kontaktblasen angewandt hat. Das hat, sogar während der Pause und der Notbetreuung, gut funktioniert. Natürlich könnte man deshalb denken, dass die Schließung der betroffenen Kontaktblase als Reaktion auf die Covid-Erkrankung eines einzigen Kindes ausreichen würde. Was dabei allerdings außer Acht gelassen wird, ist die Tatsache, dass die Schüler der betroffenen Kontaktblase Geschwister haben, die wiederum in anderen Kontaktblasen sind. Zudem finden die Kontaktblasen außerhalb der Schulzeit keinerlei Anwendung mehr. Und seien wir mal ehrlich: Auf wen würde eine neue Ansteckung eines weiteren Kindes zurückgeführt werden? Selbstverständlich auf die Schule, auch wenn dort auf alle Sicherheitsmaßnahmen geachtet wurde.

Des Weiteren sind wir sehr erstaunt, dass wir bisher weder einen Vertreter Ihres Kabinetts noch von Kaleido, die selbstverständlich kontaktiert wurden, an unserer Schule angetroffen haben, um einen persönlichen Austausch bezüglich der Situation abzuhalten. Ist eine solch kategorische Aussage von Ihnen, Herr Minister, also wirklich so vertretbar? Wir sind in Anbetracht aller Faktoren und der Tatsache, dass es mittlerweile einen weiteren bestätigten Fall an unserer Schule gibt, anderer Meinung.

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