20 Rechtsextremisten nahmen an paramilitärischen „Trainingscamps“ teil

<p>20 Rechtsextremisten nahmen an paramilitärischen „Trainingscamps“ teil</p>
Illustrationsfoto: dpa

Die den belgischen Sicherheitsbehörden bekannten Fälle betreffen hauptsächlich paramilitärische Ausbildungslager in Osteuropa und Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Es gebe keinen Hinweis auf direkte Verbindungen zwischen der flämischen Studentenbewegung „Schild en Vrienden“ und Trainingslagern in Russland, aber das schließe nicht aus, dass einzelne Mitglieder dieser umstrittenen nationalistischen Gruppe bereits an solchen Lagern im Ausland teilgenommen haben, erklärte Justizminister Geens.

Der CD&V-Politiker betont, dass solche paramilitärische Ausbildungscamps nicht „per definition illegal“ seien. Einige dieser Lager bieten zum Beispiel Dienstleistungen für Sicherheitsfirmen an. Aber die Teilnahme an Schulungen in Osteuropa „ist natürlich ein Element, das bei der Entscheidung, einen Rechtsextremisten in die gemeinsame Datenbank aufzunehmen, berücksichtigt wird“.

In dieser Liste finden sich ausländische Terroristen, inländische Terroristen, Hassprediger und potenziell gewalttätige Extremisten. Die Datenbank enthält derzeit 25 Personen mit Verbindungen zur extremen Rechten. Laut Geens gefährden Teilnehmer an dieser Art von paramilitärischem Training die nationale Sicherheit.

Am Donnerstag bedauerte die Ecolo-Politikerin Cécile Thibaut in der Zeitung „L'Avenir“, dass Koen Geens die Angelegenheit anscheinend auf die leichte Schulter nimmt. „Was in dieser Antwort auffällt, ist, dass sie angibt, dass die Teilnahme an dieser Art von Ausbildung nicht illegal ist. Er antwortet in gutem Glauben, dass Personen, die Mitglieder von Sicherheitsfirmen sind, sich dort ausbilden lassen könnten“, bemerkt Thibaut: „Wird die Bedrohung richtig eingeschätzt?“ Man müsse sich die Mittel geben, den Rechtsextremen auf die Spur zu kommen, fordert die Politikerin. (belga)

Kommentare

  • "Des camps d'entraînement pour jeunes djihadistes en Ardennes"
    https://www.lalibre.be/belgique/des-camps-d-entrainement-pour-jeunes-dji...
    https://www.lepoint.fr/monde/djihad-les-ardennes-belges-nouveau-terrain-...
    Diese hingegen wurden lange toleriert...
    Welch eine gigantische Heuchelei!

  • Auch wieder ein alter Hut, den Herr Francois da aus der Mottenkiste holt:

    https://www.rtbf.be/info/belgique/detail_camps-djihadistes-dans-les-arde...
    https://www.rtbf.be/info/regions/liege/detail_un-camp-djihadiste-a-trois...

    Allerdings scheinen die Sicherheitsdienste da doch eher geschlafen zu haben.
    "Wehret den Anfängen" hätte es da heißen müssen.
    Die übliche Schlamperei bei der Kommunikation zwischen den verschiedenen Diensten.

    Aber den Ostbelgiern wird wohl noch nachtr¨äglich der Schock in die Glieder fahren: Jalhay, Hombourg, Trois-Ponts, drei Ortschaften in den "Randgemeinden der DG.

    Man kann allerdings davon ausgehen, dass die Trainingscamps in Russland von einem anderen Kaliber waren und eher dem Ideal entsprachen, das der von Herrn Francois kürzlich empfohlene Autor des Buches "Weicheier", van Creveld, in der russischen Armee, "der besten der Welt", verwirklicht sieht: "gelernt, dem Feind die Kehle durchzuschneiden" oder so ähnlich...:
    https://www.dw.com/de/deutsche-neonazis-werden-in-russland-milit%C3%A4ri...

    Na, was liest man denn da:
    "Betreiber des Lagers mit dem Namen "Partizan" bei Sankt Petersburg ist laut "Focus" die rechtsextremistische "Russische Reichsbewegung" (Russian Imperial Movement, RIM), die nach eigenen Angaben für die "Vorherrschaft der weißen Rasse" kämpft. Die USA hatten sie erst im April auf die Liste globaler Terrorgruppen gesetzt."
    Immer derselbe braune Dunstkreis, der da wabert.

    Nur weil damals geschlafen wurde, ist das kein Grund, jetzt dasselbe zu tun.
    Im Gegenteil!

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