Situationstests im Wohnungsswesen reduzieren Diskriminierung

<p>Eine Wohnungsbesichtigung</p>
Eine Wohnungsbesichtigung | Foto: dpa

In Gent, wo diese Tests 2015 eingeführt wurden, stellte sich ursprünglich heraus, dass 26 % der Immobilienmakler Mietinteressenten aufgrund ihrer Herkunft diskriminierten. Im Jahr 2019 fiel dieser Prozentsatz auf 14 %. „Und für Immobilienmakler, die seit mindestens fünf Jahren in Gent tätig sind und daher getestet wurden, beträgt er nur 8%“, stellen die Forscher Pieter-Paul Verhaeghe und Abel Ghekiere fest.

Die Maßnahme scheint auch unerwartete Folgen zu haben. Obwohl die Diskriminierungstests nur professionelle Immobilienmakler betreffen, wirken sie sich auch auf die Praktiken privater Vermieter aus. Während anfänglich 47 % ihrer Anzeigen als diskriminierend eingestuft wurden, sank dieser Anteil bis 2019 auf 21 %.

Es muss jedoch angemerkt werden: Die beobachteten positiven Auswirkungen wurden in der ersten Phase des Vermietungsprozesses einer Immobilie beobachtet, wenn ein Mietinteressent zu einem Besuch eingeladen wird. Später im Prozess kann es jedoch noch zu Diskriminierungen kommen. (belga)

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