Neuville übersteht Testunfall unversehrt – Auch Rallye Wales abgesagt

<p>Neuvilles Rallyeauto nach dem Testunfall in Finnland</p>
Neuvilles Rallyeauto nach dem Testunfall in Finnland | Foto: Twitter Jarno Saari

Nach einer knapp dreimonatigen Zwangspause aufgrund der Coronakrise saßen der gebürtige St.Vither Thierry Neuville und sein Copilot Nicolas Gilsoul jetzt wieder im Rallyeauto. Doch die in dieser Woche auf Schotterpisten in Finnland terminierten Testfahrten, die u. a. auf die Optimierung der Aerodynamik ausgerichtet waren, endeten für beide vorzeitig mit einem heftigen Abflug. Nach Angaben des Fahrers stieß der Hyundai i20 WRC beim Kurvenschneiden gegen einen Stein, wobei ein Rad brach. Die nachfolgenden Überschläge überstand die Mannschaft glücklicherweise unverletzt. Das Fahrzeug wurde allerdings so schwer beschädigt, dass Thierry Neuvilles Testprogramm in Finnland vorzeitig beendet ist.

Unterdessen sah sich der Veranstalter der Rallye Wales (29. Oktober-1. November) überraschend veranlasst, den britischen WM-Lauf abzusagen. Es sei im Herbst vor Ort leider nicht mit einer Lockerung der Corona-Einschränkungen zu rechnen, so die Begründung. Nach drei Absagen in Folge (Finnland, Neuseeland und Wales) wird die Lage in der Rallye-WM 2020 immer dramatischer.

Im Rahmen der Wales-Rallye sollten auch zwei Läufe zur britischen Meisterschaft ausgetragen werden. Sie fallen ebenfalls der Coronakrise zum Opfer. In der Folge wird laut Beschluss des britischen Motorsportverbandes das nationale Championat, das auch in Ypern (2./3. Oktober) gastieren sollte, nicht mehr weitergeführt.

Auch wenn im Sommer keine WM-Läufe anstehen, so überbrückt Hyundai Motorsport diese Zeit mit Werkseinsätzen bei nationalen bzw. europäischen Wettbewerben, so etwa bei der Rallye Rom oder der Rallye di Alba. Thierry Neuville und Teamkollege Ott Tänak sollen derweil im Hyundai i20 WRC bei der Rallye Estland (7.-9. August) an den Start gehen.

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