Der Begriff „Ente“ leitet sich vom früheren Brauch von Zeitungen ab, nicht gesicherte Berichte am Ende mit dem Hinweis „n.t.“ zu versehen (für „non testatum“, also „nicht bestätigt“).
Die Journalisten-Ente des Jahres 2020 geht an Gisela Steinhauer. Die geborene Aachenerin arbeitete nach dem Germanistik-, Publizistik-und Theologie-Studium für den Belgischen Rundfunk (BRF) und die „Aachener Zeitung“. Nach drei Jahren als Redakteurin bei „Missio aktuell“, wo sie vor allen Dingen durch ihre Reportagen aus Afrika, Asien, Ozeanien bekannt wurde, wechselte sie 1990 als Redakteurin zum WDR – seit 1995 als freie Moderatorin.
Gisela Steinhauer erhalte die Auszeichnung unter anderem für ihre außergewöhnlichen Reportagen und die lebhafte Gestaltung der von ihr moderierten Formate wie „Mittagsmagazin“, „Montalk“, „Tischgespräch“ und der eigenen Sendung „Sonntagsfragen“, wie es in einer Mitteilung hieß. Die Journalistin wurde mit dem Deutscher-Radiopreis, Radio-Journal-Rundfunkpreis und dem Kurt-Magnus-Preis ausgezeichnet.
Als Einrichtung des öffentlichen Lebens ehrt die Gewerkschaft das Herzogenrather Nell-Breuning-Haus. Dies setze sich in seiner Arbeit mit großem Engagement für Demokratie, Arbeit und Menschenwürde ein, hieß es. Es gibt Menschen über seine Bildungs- und Beratungsangebote eine Chance, die in unserer Gesellschaft - nicht erst seit der Coronakrise - oft an den Rand gedrängt werden: Langzeitarbeitslosen, benachteiligten und geflüchteten Jugendliche, Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, Leih- und Wanderarbeitern.
Der Bezirksverein Aachener Presse verleiht die „Presse-Ente“ bereits seit dem Jahr 1966, mittlerweile wurden 132. Preisträger ausgezeichnet. Gisela Steinhauer und das Nell-Breuning-Haus erhalten die „Enten“ Nr. 133 und 134. In „Bezirksverein Aachener Presse“ sind Journalisten aus der Städteregion Aachen, den Kreisen Düren, Heinsberg, Euskirchen sowie Ostbelgien und Brüssel organisiert. (red)

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