Mit der Ausgangssperre ab 13. März waren Toilettenpapierrollen plötzlich Gold wert. Sie wurden massenweise gehamstert, als die ersten Anti-Corona-Maßnahmen in Kraft traten, und das fast überall auf der Welt. Örtlich kam es sogar zu Handgreiflichkeiten zwischen Kunden, die um die letzte Rolle buhlten. Die Regale waren wochenlang quasi leer.
Auch Mehl ging flott übers Kassenband: Die Menschen mussten gezwungenermaßen zu Hause bleiben und nahmen sich Zeit zum Kochen und Backen. „Mitten in der Coronakrise haben wir eine Million Packungen Mehl pro Woche verkauft. Unter normalen Umständen sind es 300.000. Eine Verdreifachung“, sagt Delhaize-Sprecher Dekelver.
Reißenden Absatz fanden in anderen Geschäften auch Hefe und Wein. Colruyt verkaufte in dem besagten Zeitraum drei Mal mehr Hefe. Bei Lidl stieg der Verkauf von Bier, Wein und Chips um 15 %. Bemerkenswert: Vor allem kleine Tischfässer waren unglaublich beliebt.
Die festlicheren Getränke, Champagner und Sekt, schnitten weniger gut ab. Genauso wie Rasierschaum und Rasierklingen übrigens. Die Verkäufe dieser Produkte brachen bei Delhaize um 20 % ein, was auf den berüchtigten „Quarantäne-Bart" (Bartwuchs wie im Urlaub) zurückzuführen ist. (belga)

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