Darüber hinaus teilte der Verband mit, dass ein öffentliches Fastenbrechen strikt verboten ist. Ziel der Einschränkungen sei es noch immer, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.
Auch Yves Stevens, Sprecher des Nationalen Krisenzentrums, stellte noch einmal klar, dass es zum Ende des Ramadan keine Sonderregelungen gibt. „Wechselende soziale Kontakte erhöhen noch immer die Chancen, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Daher ist es nur logisch, dass die Corona-Maßnahmen auch nicht für das Zuckerfest (auch Eid al-Fitr genannt, A. d. R.) gelockert werden“, so Stevens. Was die Einhaltung der Richtlinien angeht, teilte Stevens mit, dass die Polizei diese auch weiterhin bestmöglich überwachen werde.
Die neuartige Krankheit Covid-19 stellte die Muslime in Belgien und auf der ganzen Welt vor eine nie dagewesene Situation, die so gar nicht zum Wesen des Fastenmonats passt: Normalerweise kommen die Menschen abends zum gemeinsamen Fastenbrechen zusammen. Gläubige verbringen die Zeit zudem in Moscheen, um gemeinsam zu beten und den Koran zu lesen. In Zeiten von Corona ist das allerdings nicht möglich. Vor allem die Gemeinschaft, der zweite wichtige Aspekt des Ramadan, konnte bis dato kaum oder zum Teil nur sehr eingeschränkt gelebt werden.
Während des Fastenmonats verzichten gläubige Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Das Fasten während des Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islam. Zu Ende geht der Ramadan mit dem Eid al-Fitr, einem dreitägigem Fest.
Der Fastenmonat stand in diesem Jahr unter dem Motto „Ein Monat des Fastens unter dem Zeichen der Weisheit, der Geduld und der Solidarität“. Der islamische Kalender richtet sich nach dem Mond. Der Beginn des Ramadan hängt vom Erscheinen der Neumondsichel ab und kann deswegen variieren. (dpa/belga/red)

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