6,4 Millionen Jobs im Tourismussektor gelten europaweit als gefährdet. Gleichzeitig gilt es, die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung, der Reisenden und des Personals in der Tourismusindustrie sicherzustellen. Neben Belgien spricht sich ein Großteil der Mitgliedsstaaten dafür aus, die von der Europäischen Union vorgeschlagenen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen für den Sektor zu übernehmen. „Ziel ist unter anderem, das Vertrauen in das Reisen selbst und in die Urlaubsregionen durch gleichgeltende Standards zurück zu gewinnen,“ so Weykmans. Die aktuelle Krise müsse zu mehr Harmonisierung, nicht zu mehr Fragmentierung führen.
Belgien begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission, zeitnah eine europäische Internetplattform bereit zu stellen, über die aktuelle und verlässliche Informationen und Daten aus den Mitgliedsländern abrufbar sind. Sie wird etwa darüber informieren, welche spezifischen Sicherheitsregeln am Zielort gelten. Auch Daten wie Infektionsrate und Gesundheitsinfrastruktur vor Ort sollen einzusehen sein. Weykmans begrüßt daher auch die epidemiologischen Kriterien, die von der EU-Kommission vorgelegt wurden: „Sie geben eine objektive Orientierung für eine schnellstmögliche Öffnung der Binnengrenzen. Da ich aus einer Grenzregion mit einer starken europäischen Identität stamme, bin ich persönlich vom Prinzip der offenen Grenzen auch als Garant für Frieden und Wachstum überzeugt“, hob die Ministerin in ihrer Rede explizit hervor, um für das rasche Wiederaufleben des grenzenlosen Tourismus zu sensibilisieren. Für alle Mitgliedsstaaten sind offene Grenzen und die Reisefreiheit ein Gut, welches durch die Anwendung der vorgeschlagenen Maßnahmen erhalten werden muss.
Das Maßnahmenpaket der Europäischen Kommission stellt einen ersten und wichtigen Schritt dar, um das Reisen in Europa zu erleichtern, die Erholung des Tourismussektors von dieser beispiellosen Krise zu unterstützen und ein nachhaltiges und krisensicheres touristisches Ökosystem in der Zukunft zu ermöglichen. (red)

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