Der Virologe Van Gucht begeht bei seiner Rechtfertigung der belgischen Zählweise bzgl. der Corona-Toten den klassischen Anfängerfehler eines Statistikers, der aufgrund der Beobachtung von zwei gleichzeitig auftretenden Ereignissen eine kausale Verbindung herleitet. Bereits mein Statistikprofessor, José Paris, warnte uns vor derlei Trugschlüssen und verwies dabei auf eine tatsächliche statistisch hoch signifikante Korrelation zwischen der Anzahl der Störche und der Geburtenrate in bestimmten Ländern Europas.
Anstatt in Erwägung zu ziehen, dass andere Ursachen für die erhöhte Sterblichkeitsrate in Frage kommen, die möglicherweise sogar dem Lockdown geschuldet sind, wie Einsamkeit, Suizide, häusliche Gewalt, verschobene Präventionsmaßnahmen, Operationen und Nachuntersuchungen, etc. werden alle Verstorbenen, ob nachweislich oder wahrscheinlich infiziert, als Corona-Tote vereinnahmt. So gehen Wissenschaftler vor, die auf Biegen und Brechen Recht behalten wollen, und weit weniger an ernsthafter Erkenntnis interessiert sind. Siehe auch hierzu meine beiden offenen Briefe an Ministerpräsident Oliver Paasch (veröffentlicht auf ostbelgiendirekt.be).
Übrigens, wenn die von Van Gucht behauptete Kausalität Hand und Fuß hätte, müsste die Übersterblichkeit der letzten zwei Monate in Luxemburg 3,3 Mal höher sein, als die tatsächlich beobachtete.
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