Frankreich beginnt Gedenkjahr für Weltkriegshelden Charles de Gaulle

<p>De Gaulle war von 1959 bis 1969 französischer Staatspräsident.</p>
De Gaulle war von 1959 bis 1969 französischer Staatspräsident. | Bild: Photo News

Bei der Veranstaltung bei Montcornet ging es um eine im Mai 1940 vom damaligen Colonel de Gaulle geführte Panzerschlacht während des Zweiten Weltkriegs. Die Franzosen versuchten, die deutsche Offensive aufzuhalten, letztlich aber erfolglos. Die französische Armee wurde innerhalb weniger Wochen von Nazi-Deutschland geschlagen - die Niederlage gilt als die schlimmste der französischen Geschichte. Am 14. Juni 1940 rückten deutsche Truppen in Paris ein.

„Es sind die Niederlagen eines Tages, die dennoch den Keim eines kommenden Sieges in sich tragen“, sagte Macron. Die Schlacht bei Montcornet sei eine solche gewesen, so der Staatspräsident.

Die Veranstaltung am Sonntag läutete ein de-Gaulle-Jahr ein: Es wird an den 50. Todestag und den 130. Geburtstag erinnert. Zudem wird dem 18. Juni 1940 gedacht. De Gaulle war an diesem Tag nach London geflogen und erklärte in der BBC, Frankreich habe eine Schlacht verloren, nicht aber den Krieg. Er rief die Franzosen auf, an der Seite der Alliierten weiterzukämpfen. Der Appell stieß aber zunächst auf wenig Resonanz. De Gaulle begründete 1958 die sogenannte Fünfte Republik. Er war von 1959 bis 1969 Staatspräsident und damit ein Vorgänger von Macron. (dpa)

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