Seit dem 15. März gilt in der Europäischen Union ein Exportverbot für medizinische Schutzausrüstung. Nur wenn ein Mitgliedsstaat ausdrücklich die Erlaubnis erteilt, darf eine Lieferung die europäischen Grenzen überschreiten. In Belgien wurde das Wirtschaftsministerium mit der Erteilung dieser Ausfuhrgenehmigungen beauftragt. Aus Recherchen der Zeitung „De Tijd“ geht hervor, dass seit dem 15. März 284 Lizenzen ausgestellt worden sind. Dies bedeutet, dass seitdem täglich durchschnittlich sechs Sendungen mit Schutzausrüstung aus Belgien ausgeführt wurden.
Nach Angaben der Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Chantal De Pauw, wurden 116 Lizenzen auf der Grundlage „vertraglicher und kommerzieller Verpflichtungen“ erteilt, weitere 103 Genehmigungen im Rahmen der „humanitären Hilfe“. 56 Genehmigungen waren sogenannte „innerbetriebliche Transporte“. Und die übrigen neun Lizenzen waren „Spenden oder Lieferungen an Verwandte“. Weitere Einzelheiten zu den 284 Sendungen, wie z.B. die Mengen, die die Unternehmen noch exportieren durften und in welche Länder sie gingen, wurden nicht mitgeteilt.
Wie „De Tijd“ weiter berichtet, soll „eine beachtliche Menge“ an Schutzausrüstung nach Monaco geliefert worden sein. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Erklärung des monegassischen Gesundheitsministers Didier Gamerdinger. (belga)

Kommentare
... nennt man das jetzt Solidarität..
Schwer verständlich,kann das jemand genauer erklären?
Das ist einfach unglaublich! In Belgien legt man in punkto Surrealismus aber immer noch 'ne Schippe drauf.
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3 Comments
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