Forscher aus der ganzen Welt untersuchen derzeit die Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf die Immunität gegen Covid-19. Die Forschung umfasst eine Meta-Analyse von Daten aus mehr als 14.000 wissenschaftlichen Publikationen der letzten 40 Jahre. Die Wissenschaftler wollen nachweisen, dass körperliche Aktivität die Auswirkungen von Covid-19 verringern kann. Normalerweise nimmt eine solche Studie Monate in Anspruch, allerdings hoffen die Forscher in diesem Fall, viel schneller zu einem Ergebnis zu kommen.
„Wenn wir nachweisen können, dass körperliche Aktivität die Auswirkungen von Covid-19 verringern kann, kann sie einen enormen Einfluss auf die Pandemie und die Entscheidungen der Regierung haben. Körperliche Aktivität könnte eine billige und einfache Möglichkeit sein, den Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen“, sagt der britische Professor Sebastien Chastin von der Glasgow Caledonian University.
Auch die Sportpsychologin Elaine Duncan sagt in diesem Zusammenhang: „Die Forschung deutet darauf hin, dass körperliche Aktivität sowohl kurz- als auch langfristig das Immunsystem stärken kann. Darüber hinaus kann körperliche Aktivität auch Stress und chronische Entzündungen reduzieren und damit das Infektionsrisiko verringern.“
Ausreichende Beweise für diese These gibt es bislang allerdings nicht. Deswegen sollen die Forscher sie nun wissenschaftlich unterlegen.
„Die Ergebnisse dieser Forschung können auch zur Diskussion über die (Wieder-)Öffnung von Parks und Wäldern beitragen, was die Menschen zu mehr Bewegung anregen könnte, sodass sie auch fitter wären, wenn Covid-19 im Herbst erneut ausbrechen würde“, heißt es. (belga)

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