Am Dienstagmorgen wurde die jüngste Statistik zur Covid-19-Epidemie in Belgien vorgestellt. Die Zahlen zeigen weiterhin eine positive Entwicklung. „Wenn sie weiter sinken, können die Beschränkungsmaßnahmen gelockert werden“, sagte der Virologe Steven Van Gucht. „Aber das Virus ist nicht weg und wird auch in den kommenden Wochen nicht verschwinden. Das Risiko, sich mit dem Virus zu infizieren, kann eingeschränkt werden, selbst wenn wir Regeln loslassen, vorausgesetzt, wir schützen weiterhin die Menschen mit dem größten Risiko: Senioren und chronisch Kranke.“
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Die Zahlen für Montag, 27. April:
Todesfälle: 134 (nach 113 am Vortag). Davon starben 67 Patienten im Krankenhaus (allesamt bestätigte Fälle) und 64 in einem Alten- und Pflegeheim (80% bestätigte Fälle durch Labortests). Insgesamt starben in Belgien seit dem Ausbruch der Epidemie 7.331 Menschen an den Folgen von Covid-19: 46% in einem Krankenhaus, 53% in einem Altenheim.
Krankenhäuser: 123 neue Einweisungen (nach 127 am Vortag und mehr als 200 in der vergangenen Woche). Gleichzeitig konnten 65 Patienten das Krankenhaus genesen verlassen. Insgesamt befinden sich derzeit 3.976 Corona-Patienten im Krankenhaus (plus 8). Auf der Intensivstation liegen 876 Erkrankte (minus 27), davon werden 565 künstlich beatmet (minus 34).
Infektionen: Bei 6.162 Tests wurden 647 Neuinfektionen registriert. Insgesamt wurden in Belgien bis dato 47.334 bestätigte Infektionen identifiziert und 220.204 Personen getestet.
„Die Zahlen bestätigen den Abwärtstrend, was wichtig ist für eine vorsichtige Entspannung", bestätigte Benoît Ramacker vom Krisenzentrum und fügte hinzu: „In den kommenden Monaten müssen wir lernen, mit dem Virus in unserer Gesellschaft zu leben. Die richtigen Reflexe werden Teil der neuen Normalität, wie gute Handhygiene oder das Halten eines Mindestabstands Abstand an überfüllten Orten. Auf diese Weise können wir eine widerstandsfähige Gesellschaft gegen das Virus aufbauen.“ Zusätzlichen Schutz biete das Tragen einer Mundmaske.
Van Gucht bestätigte, dass Frauen resistenter gegen das Virus sind: „Frauen können auch ernsthaft krank werden, aber Männer scheinen etwas anfälliger für Komplikationen und schwere Krankheiten zu sein als Frauen. Viren erkennen in der Regel Frauen als das stärkere Geschlecht an. Möglicherweise ist das hormonal und genetisch bedingt.“ Bei den Hochbetagten (über 85) kommen allerdings mehr Frauen in der Statistik über Todesfälle vor, aber das liege daran, dass es in dieser Kategorie mehr Frauen gibt. (gz)
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