Die Krise nutzen um lokale/regionale Wirtschaftssysteme aufzubauen

Die Coronakrise zeigt, wie empfindlich unser globales Wirtschaftssystem ist und dass dringend alternative Wirtschaftssysteme aufgebaut werden sollten. Dabei gilt es auch, bewährte Wirtschaftssysteme von damals zu berücksichtigen.

Eines dieser Wirtschaftssysteme, das bis in die 60er Jahre weltweit funktionierte und für jedermann verständlich war, ist die lokale/regionale Wirtschaft. Das Oberprinzip dieser Wirtschaftsform ist, alles, was lokal und regional hergestellt werden kann, dort auch herzustellen. Wie sinnig ist überhaupt der Transport von Waren rund um den Globus, wenn diese auch in der Nähe produziert werden können?

Außerdem würden so wieder zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen, die im Zuge der Globalisierung teilweise bis ans Ende der Welt verlagert wurden.

Dies kann allerdings nur gelingen, wenn alle gemeinsam, d.h. die Politik, die Medien, die Wissenschaft, die Wirtschaftsverbände und die Akteure der Basis sich an diesem Prozess beteiligen und gemeinsam Strategien entwickeln. Hierbei sollte nach dem Prinzip vorgegangen werden, bereits Vorhandenes einzubeziehen und zu nutzen: Die Geldgeber investieren Geld, andere Akteure investieren Maschinen und Infrastruktur und wieder andere ihre Arbeitsleistung sowie Können und Wissen. Die Gewinne könnten direkt vor Ort reinvestiert werden statt in globalen Finanzsystemen zu verschwinden.

Anfangen sollte man dabei bei der Landwirtschaft und der Lebensmittelherstellung - die beiden wichtigsten Wirtschaftsbereiche jeder Gemeinschaft.

All dies setzt jedoch voraus, dass das heutige auf einen „konkurrierenden Wettbewerb“ basierendes Wirtschaftssystem durch ein auf „kooperierenden Wettbewerb“ basierendes Wirtschaftssystem ersetzt wird.

Dies wird zwar keine geringe Aufgabe, dafür aber ein umso größeres und spannendes Abenteuer sein.

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