Die Polizei nahm bei den Vorfällen in der Brüsseler Gemeinde Anderlecht übers Wochenende rund 100 Menschen fest. Am Samstagabend waren es noch 43 Festnahmen gewesen.
Der 19-Jährige war am Freitagabend in der Hauptstadt mit einem Motorroller vor einer Polizeistreife geflohen und schließlich mit einem Polizeiwagen zusammengestoßen. Dabei kam er ums Leben. „Eine Untersuchung muss nun die genauen Umstände des Unfalls klären. Die Staatsanwaltschaft hat noch am Freitagabend einen Rechtsmediziner und einen Verkehrsexperten zum Unfallort bestellt“, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in einer ersten Reaktion mit.
Trotz Versammlungsverbots kamen im Laufe des Samstags an mehreren Orten in Anderlecht aufgebrachte Menschen zusammen. Als die Polizei versuchte, die Ansammlungen aufzulösen, eskalierte die Situation. Die Beamten seien zum Teil mit Steinen beworfen worden. Die RTBF schrieb von „extremen Spannungen“. Auf Videos sei zu sehen, wie ein Mann mit einer Waffe, die er offenbar von einem Polizisten gestohlen habe, in die Luft schießt. Mittlerweile sei die Situation unter Kontrolle.
In der Nacht zu Sonntag kam es jedoch zu weiteren Ansammlungen, Autos wurden in Brand gesteckt. Bis zum Sonntagmorgen wurden der Polizei zufolge 65 Personen festgenommen. Am Sonntag seien dann rund 30 hinzugekommen. Es habe zwar keine schwere Gewalt mehr gegeben, aber die Polizei sei bereits bei kleinen Menschenansammlungen eingeschritten. (dpa/belga/red)

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Danke für das Foto! Endlich ein Foto, daß keine Propaganda, sondern nur Realpolitik darstellt!
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