U-Boot, ISS und Arktis: Wo das Leben trotz Corona „normal“ weitergeht

<p>Enge, wenig zu tun und immer die gleichen Leute – was für viele in der Corona-Isolation neu ist, kennt die Besatzung eines U-Boots nur zu gut.</p>
Enge, wenig zu tun und immer die gleichen Leute – was für viele in der Corona-Isolation neu ist, kennt die Besatzung eines U-Boots nur zu gut. | Foto: dpa

Weltall, Südpol und Tiefsee stünden zur Auswahl, wenn man sichergehen will in der Corona-Krise. Eine - nicht immer ganz ernst gemeinte - Liste.

ANTARKTIS

Auch die Bewohner der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer-III brauchen sich keine Gedanken um Covid-19 zu machen. Dort überwintern neun Menschen, ihre Nahrungsvorräte sollten für zwei Jahre reichen. Solange müssen sie aber nicht warten: Bis voraussichtlich Ende Oktober soll das Gebäude abgeschnitten von der Welt sein, dann kommen plangemäß neue Bewohner an. Die auf Stelzen errichtete Station ging im Februar 2009 in Betrieb und wird vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) betrieben. Benannt ist die Anlage nach dem deutschen Polarforscher Georg von Neumayer (1826-1909).

ATOM-U-BOOTE

Länder lassen sich ungern dabei in die Karten schauen, wann und wo ihre Atom-U-Boote in See gestochen sind. Doch es gibt eine Reihe von ihnen, und die Zeit, die sie unterwegs sind, wird eigentlich nur von der geladenen Nahrung begrenzt. Es ist deshalb ziemlich wahrscheinlich, dass draußen in Weltmeeren einige Boote schwimmen, deren Besatzungen vielleicht nicht einmal etwas von der Pandemie wissen. Denn oft werden Crews schlechte Nachrichten auf ihrer Mission aus psychologischen Gründen nicht mitgeteilt.

ISS

400 Kilometer trennen die Internationale Raumstation und die Erdoberfläche. Für ein Virus eigentlich eine unüberwindbare Hürde, die die ISS zum sichersten Ort in der Pandemie machen dürfte. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Am Donnerstag machten sich drei Astronauten auf den Weg zur Raumstation. Vor dem Start vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur wurden die drei Astronauten Anatoli Iwanischin, Christopher Cassidy und Iwan Wagner weitgehend von der Außenwelt isoliert - es sollte unbedingt vermieden werden, dass sie das Virus ins All bringen.

<p>Ein Blick auf die Internationale Raumstation (ISS)</p>
Ein Blick auf die Internationale Raumstation (ISS) | Foto: dpa

DIE PRIVATJACHT

Raus aufs Meer auf der eigenen Jacht - dafür haben sich US-Berichten zufolge einige Superreiche entschieden. Der Plan ist denkbar einfach: mit dem Dutzende Meter langen, voll ausgerüsteten Luxus-Schiff in irgendeiner malerischen Bucht ankern, idealerweise vor einer Privatinsel, die einem auch noch gehört. Der Haken: Man weiß normalerweise erst nach zwei Wochen, ob die obligatorische Crew (und man selbst) virusfrei ist.

BIG-BROTHER-HAUS

Es ist ja eigentlich ein einfaches Muster: Wer schon vor der Pandemie in Isolation war, ist jetzt sicher - zumindest theoretisch. Ein medienwirksames Beispiel sind die Bewohner des deutschen Big-Brother-Hauses, die erst während der laufenden Staffel auf Sat.1 aufgeklärt wurden, dass draußen ein Virus um sich greift. Doch natürlich könnte das Virus auch hier durch Gegenstände eingeschleppt werden, die von außen ins Haus gebracht werden. (dpa)

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